Ich habe den Film gesehen, wie wohl hier nur eine Minderheit (zumindest von den täglich aktiven Usern). Kann also mitreden. Wenn auch viele Details nicht mehr haften geblieben sind, wie bei vielen anderen US-Filmen der B-Kategorie ebenfalls nicht, die ich gelegentlich aus dem Internet sauge.
Ich habe vor dem Schauen auch nur wenig über den Film gelesen, nur, dass er sooo anti-amerikanisch und antisemitisch sei, sooo brutal, usw. (Kaum mehr als Schlagzeilen, dass war wohl auch gut so. Denn so hatte ich eine etwas weniger vorgefasste Meinung, als hätte ich alle Analysen jeden Filmmeters vorher gelesen.)
Ich empfand es nicht so, obwohl man mich hier im Forum gelegentlich in die Ecke eines "sensiblen Geistes" zu stellen versucht. Nun, ich kann auch zwischen Fiktion und Realität unterscheiden, und durch die um Auflagen kämpfenden Revolverblätter der Türkei verwirrten und manipulierten türkischen Kinogänger offenbar weniger (so ähnlich wie hier in Deutschland die "Bild-Leser" ein wenig differenziertes Bild des Orients haben), wenn sie öfters sagen, endlich würde mal die Realität gezeigt und die Amis wären noch zu gut weggekommen, etc.
Es gibt nun einmal eine Zunahme eines Antisemitismus, vielleicht auch eher als Antiisraelismus zu bezeichnen (?), und eine starke nationalistische Strömung, verbunden mit einer Zunahme eines Antiamerikanismus in der Türkei. Dieses ist bedauerlich, Medienschelte gegenüber den türk. Medien? Ich bin dabei. Diese zunehmenden stereotypen Vorstellungen über die Israelis und Amerikaner bedient dieser Film nun.
In etwa so, wie Hollywood den amerikanischen "Anti-Indianerismus" der 50er Jahre mit seinen Western, den "Anti-Vietnamismus" der Actionfilme der 70-80er, den "Anti-Islamismus" der jüngsten US-Streifen auf dem B bis C Sektor zum Thema Irak und islam. Terror.
Man kann den Film anschauen, wenn man (nicht sehr tiefsinnige) Actionfilme mag, ich halte mich in Filmen generell nicht an wenigen schlecht inszenierten Szenen auf, oder verdamme einen ganzen Film wegen einiger unlogischer Drehbuch-Löcher, oder "hetzerischer" Handlungen in einigen Minuten, usw. solange insgesamt ich unterhalten werde, oder durch andere Teile des Films für schlechte Teile des Films entschädigt werde.
Wenn man den Film nicht gesehen hat, hat man auch nix verpasst, so, als wenn man einen Chuck Norris Film verpasste, oder einen M. Dudikoff Film.
Allerdings ist für einen "Westler" eines doch interessant, nämlich die Binnensicht eines Teils der "türk. Seelenlage" zu erblicken. Wenn man denn aufpasst, denn es sind recht wenige Szenen, die diesen ganzen medialen Trubel fabrizierten.
Also ein Actionfilm, der von mir als FILM 5 von 10 Punkten wie bei filmstarts.de erhalten würde.
Vielleicht beschreibt dieser Blogbeitrag mein Empfinden am ehesten:
"Warum sollten Türken eigentlich keine B-Movies machen dürfen?
Charles Bronson drehte 'zig Filme, die die Lynchjustiz verherrlichen. Clint Eastwoods Dirty Harry ist ein Rassist erste Kajüte. Oder ich erinnere mich an "Die rote Flut" mit Patrick Schweinebacke, überhaupt an die Achtziger, in denen Tausende von Actionfilmen gedreht wurden, in denen es von Klischeevölkern nur so wimmelte und sich heroische blonde Westkrieger (oder auch mal ein "American Ninja" in 15 Fortsetzungen) durch Legionen sadistischer Russenschweine, feiger Drecksjapsen und dauerbesoffener Latinos hindurchmetzelten.
In den Neunzigern dann kamen die korrupten Balkanterroristen und fanatisch kreischenden Orientalen dazu. Allesamt lebensunwertes Gesocks, die als vergewaltigende und mordende Schablonen möglichst unsympathisch und auf gar keinen Fall menschlich dargestellt werden. Was ja einen Grund hat:
Der Zuschauer sollte befriedigt grinsend einen Schluck Bier trinken, wenns die erwischt und eben nicht denken "Oje, der hat doch sicher Frau und Kinder zu Hause". Man will immer gleich aussehende Feinde die in Zeitlupe von Explosionen zerfetzt oder von 25 Einschüssen aus der MG durchsiebt werden. So funktionieren diese Filme nunmal: Und sie setzen auf die Stereotypen, die bei ihrer Zielgruppe verinnerlicht ist. Und zwar - das überrascht offenbar vor allem Bayerische Ministerpräsidenten - egal, wo sie gedreht werden. So passiert es halt, daß dann eventuell die bösen Feindeshorden plötzlich Amiuniformen an haben und der anämische Standard-Russe mit Fluppe im Mundwinkel und fiesem Schmierscheitel ein unrasierter Kurde ist, wenn der Film aus der Türkei kommt.
Na und? Ich hab mir den achsoschlimmen Tal der Wölfe angesehen...
Was soll ich sagen? Es ist ein ganz stinknormaler Actionfilm, der exakt nach dem altbekannten Strickmuster funktioniert. Wer diese Ballerfilme nicht mag, wird auch den nicht mögen. Wer sowas gern mal schaut, dürfte sogar gut unterhalten werden. Ist man auch noch Türke, werden die Feindklischees bedient, die man schon seit klein auf kennt. Ist man Ami, kann man mal nachfühlen, wie es wohl einem Vietnamesischen Zuschauer ergeht, der sich Chuck Norris Filme anschaut.
"So what?" sag ich da. Daraus wollt ihr den Culture Clash basteln? Die islamistische Gefahr? Das geht witzigerweise nur dann, wenn ihr den Film nicht gesehen habt und euch bei Leuten darüber beschwert, die ihn ebenfalls nicht gesehen haben: Denn tatsächlich gibt es in diesem Film auch eine klare Aussage zu islamistischem Terror. Nur, daß die leider gar nicht ins Bild passt.
Im heutigen Handelsblatt gibt es dazu einen sehr guten Kommentar von Thomas Hanke dazu mit dem Titel "Tal der Verwirrten". Daraus will ich kurz mal zitieren:
"Warum gewinnt ein solcher Streifen derartige Bedeutung in der deutschen Politik und Öffentlichkeit? (...) Warum wird diesem Ballerdrama die Qualität angedichtet, den Geisteszustand der Muslime wiederzugeben?
Die Antwort ist einfach: Ein leichtes Gruseln davor greift um sich, dass die Muslime nicht nur in Nahost, sondern mitten in unseren Großstädten sich zu Hassgefühlen gegen den Westen und seine Werte aufstachelten, denen bald auch Taten in Deutschland folgen könnten. In der Selbstverständlichkeit, mit der inzwischen vom "Kampf der Kulturen" gesprochen wird (...) sind erste Ansätze einer Wagenburg-Mentalität auszumachen. Differenzierung ist nicht mehr angesagt, eine Haltung des "Die oder wir" wird erkennbar."
Was interessanterweise ja genau das Stilmittel der Actionflicks ist. Nur daß diese einfachst gestrickte Fastfood-Fiktion zum hirnlos Unterhalten sind und auch nicht mehr sein wollen (oder können). Gefährlich finde ich das nicht, wenn Filme solche stereotype Welten zeigen. Gefährlich wird es, wenn Politiker den Eindruck vermitteln, mir die Welt in Actionflmlogik erklären zu wollen. Der Handelsblatt-Artikel hat folgende Schlußworte:
"Eine der größen Errungenschaften unserer aufgeklärten Gesellschaft (und ich sehe übrigens keinen Grund, die Menschen im Nahen Osten oder sonstwo auf der Welt als Teil besagter aufgeklärten Gesellschaft auszuschließen - j.s.) ist, daß wir Menschen als Individuen behandeln und nicht als Teile von Kollektiven. Je länger wir uns in den "Kampf der Kulturen" hineinreden, je mehr wir von "den Muslimen" reden, desto mehr gefährden wir dieses Prinzip.(...)""
[Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Die besten Links im Netz, die ich fand, ohne dass es sich zu sehr wiederholt, auch verschiedene Meinungen darstellend, verschiedene Aspekte, von der Welt oder FAZ, bis zur taz oder SZ.
Zusschauermeinung von 7500 Votern in der größten Filmdatenbank der Welt: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
fundierte Filmkritik: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
weitere Filmkritik, die ihn mit anderen westlichen Filmen vergleicht: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Ein DVD-Film-Kritiker: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Günter Seufert zum phänomenalen Erfolg des Films: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
einige Pressestimmen auf einen Blick inkl. einiger Leserbriefe: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Kommentar zu den Verbotsforderungen von Stoiber und Co.: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
"Jahrzehnte lang hatte Edmund Stoiber, hatte auch der Zentralrat der Juden, hatte Frau Knobloch Gelegenheit bei zig Hollywoodfilmen, die denselben Plot wie "Irak - Tal der Wölfe" haben - ein Held rächt die Schmach, die seinem Land, seiner Truppe zum Beispiel der Vietcong zugefügt hatte - ebenso beherzt zu Gunsten der Humanität zu intervenieren, wie sie es jetzt tun. Dass sie es damals nicht taten, jetzt aber tun, macht ihre Empörung unglaubwürdig. Wir müssen leider dem türkischen Massenblatt Sabah Recht geben: "Wen haben die Amerikaner nicht alles schon als Schurken dargestellt? Da tröstet es, wenn sie einmal in einem Film selbst die Bösewichter sind." "Irak - Tal der Wölfe" hat von Hollywood gelernt. Leider, sagt der Menschenfreund. "
Eine Analyse aus dem Standard: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Sicht eines Deutsch-Türken, mit Verweis auf "Midnight Express": [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Feridun Zaimoglu's Kommentar: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Regisseure im „Verhör“
Wie türkische Blätter über den Film „Das Tal der Wölfe“ berichten [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Rache ist Blutdurst
Wie „Tal der Wölfe“ den Blick schärft [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Wie ist die Reaktion des Publikums in D und die der Medien... köstlich!
Zurückgeschossen
„Tal der Wölfe“, ein türkischer Film über den Irakkrieg, erhitzt Deutschland [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Eine deutsche Frau unter Türken schaut sich den Film an, und ist erstaunt: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Boris Kalnoky von der Welt: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Analyse von Jörg Lau, warum wenige Türken in D den Film kritisieren: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
zweite Stimme der ZEIT, Reaktionen in der Türkei: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Wer ist der Bösewicht, der US-Schauspieler B. Zane, und wie wird er nun vom Westen gesehen: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Blick auf den Nationalismus des Films: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Die Sicht eines Schweizers, auch auf die deutsche Integration, und Stimmen zum Film nach der Aufführung: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Welche Hysterie nicht nur bei Feuilletonisten sondern auch bei Politikern (siehe Stoibers Verbotsvorstoß) dieser Film hervorrief, sieht man hier:
"Beckstein lässt anti-amerikanischen Applaus protokollieren
Bayerns Innenminister Günther Beckstein wollte Gewissheit. Er schickte Sicherheitsleute in die Kinos , um dort die Stimmung beim umstrittenen Streifen "Tal der Wölfe" einzufangen." [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Cem Özdemir kritisiert den Film: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Kommentar:
"Die Bigotterie der Wolfsjäger
Wenn es um die Mohammed-Karikaturen geht, stellt sich der Westen breitbeinig hin und pocht auf die Pressefreiheit. Kaum kommt ein prekärer Film wie "Irak - Im Tal der Wölfe" auf den Markt, fordern Konservative ein Verbot. Wie lächerlich." [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
"Action, diesmal islamische
Rocky kennt man, den Terminator auch, jetzt kommt Agent Polant, ein smarter Türke. Weil er eine islamische Mission hat und Amerikaner tötet, gilt er in den Feuilletons als Ungeheuer. stern.de hat sich eine Kinokarte gekauft." [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Interview mit dem Ex-Chef des Zentrums für Türkeistudien F. Sen: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Analyse der taz: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
telepolis schaut sich mal genau alle Akteure an: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
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Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“
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Geändert von lynxxx (26.01.2010 um 03:14 Uhr)
Folgende 8 Benutzer sagen Danke zu lynxxx für den nützlichen Beitrag:
Wow, lynxxx. Ich ziehe den Hute vor Dir. Du hast Dir wirklich viel Mühe gegeben und alles schön kompakt für unsere Leser aufbereitet. Zum Film gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen. Im Prinzip ist es ein türkischer Action-Film der schon längst überfällig war. Der türkische Cineast dürstete seit Jahrzehnten nach einem türkischen Actionfilm. Viele meiner Freunde waren extrem enttäuscht, zumal die Story auch ziemlich flach und einfach ist. Aber wie lynxxx absolut richtig erkannt hat; es ist nur ein türkischer Actionfilm mit typisch platter Story und dem Feindbild, der sich von den westlichen Filmen nicht unterscheidet. Lediglich die Protagonisten wurden ausgetauscht, was dann die ganze Sache für Nahostler interessant macht. Und außerdem ist die TV-Serie von Tal der Wölfe (läuft seit einigen Jahren im tr. TV) ein Quotenrenner im arabischen TV. Es ist eine türkische TV-Serien-Industrie entstanden. Evtl. geht der Trend dahin, dass die Türken die Filme drehen werden, die die Araber, bzw. Nahostler gerne sehen möchten. Und so wird auch der nächste Film "Tal der Wölfe Palästina" heissen. Die Produktionsfirma der TV-Serie gab von ein paar Wochen erst bekannt, dass sie den Streifen drehen werden. Da wird sich Tel-Aviv aber freuen.
Eigentlich ist der Film keine Zeile wert, aber es ist schon extrem belustigend, wie sich deutsche Provinzpolitiker seinerzeit über den Film geäußert haben. Da frage ich mich, was wohl der der Oliver Stone sich dabei dachte, als er den Film "Midnight Express" drehte. Er hat sich vor ein paar Jahren offiziell beim türkischen Volk entschuldigt, da sein Film nicht die absolute Wahrheit gezeigt hätte. So ein Schmarrn, sage ich da nur.
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Egemenlik verilmez, alınır.
Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu SpecialForces für den nützlichen Beitrag:
wenn ich dir eine Flasche mit 1 Liter Pisse auf den Tisch stelle und dir sage, dass es
türkische Pisse ist...
Dann findest du bestimmt auch dafür Links und Artikel und Rechtfertigungen im Netz, die daraus Rosenwasser machen. Funktioniert natürlich nur bei türkischer Ware, alles andere bleibt Pisse.
Respekt ! Ich ziehe wirklich meinen Hut vor dir.
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"Ne istersiz vre zindik?!?"
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wenn ich dir eine Flasche mit 1 Liter Pisse auf den Tisch stelle und dir sage, dass es
türkische Pisse ist...
Dann findest du bestimmt auch dafür Links und Artikel und Rechtfertigungen im Netz, die daraus Rosenwasser machen. Funktioniert natürlich nur bei türkischer Ware, alles andere bleibt Pisse.
Respekt ! Ich ziehe wirklich meinen Hut vor dir.
Naja, manche geben sich halt Mühe und posten Informationen über eine Sache kompakt und für alle nachvollziehend in einen Beitrag, und andere philosophieren über Pisse in Flaschen.
Es ist die Vielfältigkeit, die uns ausmacht. olitopia:
Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu easydogi für den nützlichen Beitrag:
Dass der Film total antiamerikanisch und antisemitisch gewesen sowie so wie deutschen Medien gerne geschrieben haben "ultra"nationalistisch war habe ich auch nicht wahrgenommen und ich habe den Film relativ früh gesehen. Selbst eine ungarische Freundin von mir mit der ich den Film damals gesehen hab (im Kino war der ja mit deutschen Untertiteln) fand den Film jetzt weder richtig schlecht noch sonst irgendwas.
Ein typischer patriotisch angehauchter Actionfilm im Rambostyle nur halt ein wenig dürftiger in Form der filmischen Umsetzung und der Leistung der Schauspieler.
Aber grundsätzlich fand ich den Film nicht schlecht und ich kann auch die ganzen Reaktionen besonders hier in Deutschland nicht verstehen. Ich hab damals etliche Diskussionen über den Film führen müssen weil die deutschen Medien den Film halt in eine rassistische und antisemitische Ecke gestellt haben.
Am Ende kam dann heraus, dass sich jeder gewundert hat, dass das alles dann doch nicht so schlimm war und dass die Personen die am meisten dagegen geredet haben den Film gar nicht gesehen haben.
Viele der angeblich skandalösen Ereignisse in dem Film entsprechen nämlich zu aller Verwunderung der Wahrheit. Die Massakrierung eines turkmenischen Dorfs im Irak, Die Sackaffäre gegen türkische Soldaten, die Darstellung von Abu-Ghraib etc...
Also man hat auch einige "Aha-Erlebnisse" während man den Film sich ansieht. Natürlich ist einiges auch filmisch untermalt und teilweise auch vereinfacht oder übertrieben, doch das hat nicht die negativen Reaktionen in Deutschland gerechtfertigt.
Wann ging noch mal der Medienwirbel zu diesem Film durch die Lande? Den entspanntesten Kommentar dazu gab es meines Wissens in der FAZ. Der Kommentator der TAZ dagegen, hatte schon einen Fatwa-gedopten türkischen Mob durch unsere Straßen flitzen sehen... Auch den Vergleich mit sonstigen B-Movies kann ich mir als voll zutreffend vorstellen (ohne den Film je gesehen zu haben). Die doch größtenteils vollkommen unterirdischen Botschaften des Hauptangebots der DVD-Verleihe haben ja auch noch nicht wirklich eine große Zahl von Menschen zu irgendwelchen Amok-Läufen inspiriert... Wobei man "Tal der Wölfe" im Kern doch nur vorwirft, aus Action-Filmen bekannte Stereotype anti-westlich - und damit für unsere Hirne ungewohnt - neu zu mixen.
Geändert von miqio (26.01.2010 um 14:00 Uhr)
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Sorry, Mike, aber denk mal ein bißchen nach über Deine Bilder. Die verraten leider mehr über Dich als über den Gegenstand, den Du damit beschreiben willst.
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Übrigens my favourite action film is: Starship Troopers. Die Verquickung des damaligen Microsoft-Mottos in der Werbung (Where do you want to go today) mit alter Wochenschauästhetik, Sex als Sport, der Gegner als fiese Bugs, am Ende des Films Göring himself mit Stethoskop am Master-Bug um dann zu übersetzen: Es hat Angst. Dazwischen ordentlich Gemetzel auf dunklen Planeten. Einfach großartig. Die USA halte ich trotz der eindeutigen und unmißverständlichen Botschaft des Films nicht für eine Wiederkehr des dritten Reichs.
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du entkräftest seine argumentation nicht,in dem du dich in polemik übst.wenn dir seine(@lynxxx) darstellungen oder quellen ,nicht zusagen,solltest du es auch sachlich begründen können.aber in diesem fall würde es ein erheblichen arbeitsauffand mitsichbringen,vor dem du dich gescheut hast.also hast du dich kurzerhand zu einem rundumschlag entschlossen,und diesen pissbeitrag gebracht.
lausig!
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richtet nicht, auf das ihr nicht gerichtet werdet!
Folgende 5 Benutzer sagen Danke zu Alvaro für den nützlichen Beitrag:
Mike hält mich offenbar schon länger für einen "türkischen Nationalisten", und liest entsprechend dieser Brille meine Texte nur diagonal, sonst wäre ihm aufgefallen, dass ich oben Kommentare aus Zeitungen postete, die von links bis rechts, von konservativ bis progressiv reichen, sowie Kritiken, die den Film scharf verurteilen, und Kritiken, die vor Übertreibungen und Bigotterie warnen.
Ist aber wohl ihm egal, Hauptsache Verleumden...
Naja, hier und anderswo halten mich ja auch "richtige" türkische Nationalisten für einen anti-nationalistischen deutschen Kosmopoliten...
Das zeigt uns nur, dass Vorurteile oder Einsteigen aufs persönliche Gleis schnell dazu führen kann, dass Inhalte von Postings deutlich falsch, ja sogar gegenteilig gelesen werden können. Verblendung ist schließlich sprachlich verwandt mit "blind"...
Er kann mir höchsten vorwerfen, dass vielleicht diejenigen Artikel in der Mehrzahl sind, die nicht einfach "Draufhauen" und sich "echauffieren", wo der Eindruck entsteht, dass die Feuilletonisten das erste Mal einen B-Movie gesehen haben der nicht aus der "Arthouse-Ecke" kam.
Ich habe hingegen darauf geachtet, dass Auslandskorrespondenten aus der Türkei zur Wort kamen, also Leute, die zumindest mehr Einblick in die Türkei haben (sollten), als hiesige Journalisten. Ob mir nun ihr Kommentar gefällt oder nicht. Dies erklärt vielleicht die Mehrzahl an Artikeln, die eher differenziert die Sache betrachten.
Ich lege immer offen, woher ich mein Wissen beziehe. Und jeder kann selber recherchieren, welche Reputation die von mir gebrachten Autoren und ihre Bücher haben (Habe sogar schon Anleitungen geschrieben, für diejenigen, die nicht wissen, wie man erfährt, welches Renommee ein Wissenschaftler haben könnte). Niemand muss mir glauben oder vertrauen. Im Gegensatz zu manch anderen, der vielleicht ihr historisches Wissen nur in nationalistischen türkischen oder griechischen Schulbüchern erwarbrn, und seitdem alles negieren, was dem widerspricht. Aber ohne zu belegen, wie sie zu ihrer Ansicht kamen.
Und in diesem Thread steht es jedem frei, möglichst ohne Slang-Sprache aus dem Griechen-Ghetto, andere Artikel zu posten.
Muss man aber nicht, denn es werden wohl in obigen Artikeln alle Positionen im medialem Getöse abgedeckt.
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Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“
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Hast du auch irgendwelche Argumente vorzubringen, oder doch nur die übliche Ablenkung aka Spam durch einen persönlichen Angriff.
Eingentlich gehörst du dafür sanktioniert.
__________________ “Wenn du in den Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“
[/firtinaQUOTE]Dass der Film total antiamerikanisch und antisemitisch gewesen sowie so wie deutschen Medien gerne geschrieben haben "ultra"nationalistisch war habe ich auch nicht wahrgenommen und ich habe den Film relativ früh gesehen.[firtina/QUOTE]Ich hab den Film damals bei dir gesehen. Ich fand ihn lustig, hab gut abgelacht.
Naja ,,ultranationalistisch" ist immer relativ.Im Vergleich zu 80er Jahre Ami-Filmen wo gegen die ,,Russen" gekämpft wird natürlich nicht.Also er war nicht ,,nationalistischer" als solche Filme. Aber in manchen anderen Ländern würden Filme die die eigenen Soldaten als die unbefleckten Guten darstellen und die Gegner dämonisieren gar nicht produziert werden, da das Echo in den Medien, gar nicht mal so sehr im Volk, extrem negativ ausfallen würde. Da würden die Beteiligten am film und die denen er gefallen hat als .........isten bezeichnet werden. Deshalb was als ,, ultranationalistisch" gilt ist, meiner Ansicht nach, von Land zu Land verschieden
[/firinaQUOTE]Ein typischer patriotisch angehauchter Actionfilm im Rambostyle nur halt ein wenig dürftiger in Form der filmischen Umsetzung und der Leistung der Schauspieler.[firtina/QUOTE]
Ja, das stimmt, nur würde ich noch ,,im Amistyle" hinzufügen.
P.S.: ich hab mich mit den Links im Eröffnungspost gar nicht befasst. die ,,westliche Kritik" hängt vielleicht damit zusammen dass die Türkei einerseits in der NATO (,,pax americana") ist und in die von den USA stark abhängige EU (bspw. ,,Rammstein", Ökonomie) möchte, jedoch ein megapopulärer Kinofilm und eine dazugehörige megapopuläre Serie andererseits den ,,Westen" als Feind darstellen.
Vielleicht auch Antisemitismusvorwürfe,da im Film ein Jude zu Den Bösen gehörte.so weit ich mich erinnern kann. Und dann dachten sich manche: Amis und Kurden im Irak als Feinde ist ja aus tr. Sicht verständlich, aber wie kommt denn der Jude in den Irak (ins Drehbuch)?
Ich sehe natürlich auch die nationalistischen Töne, oder den Antiamerikanismus, bzw. das Klischee von US-Bösewichten. Ich nehme sie aber nicht so ernst, so wenig ernst ich die Deutschen in Indiana Jones nehme, die reihenweise durch Kugeln durchsiebt werden, aber nie eine gerade Kugel abzufeuern imstande sind.
Oder ich nehme nicht die triefenden ätzenden amerikanischen patriotischen Minuten ernst, die ich in "Airforce One", oder "Independent Day", oder in "Der Partiot", oder auch in der Serie 24 hier und da durchstehen muss. So auch in "Tal der Wölfe" unerträgliche nationalistische Minuten.
Das ist aber mein persönliches "Film-Schau-System".
Anderen stehe ich gerne zu, dass sie den kompletten Airforce One Film scheisse finden mögen, wegen vielleicht insgesamt 10 Minten patriotisches Gesülze. Weil sie eben sich die ganze Zeit des Schauens über diese paar Minuten aufregen, und sie gar nicht mehr sich auf den übrigen Film einlassen können.
Ich hingegen blende diese blöden Szenen aus, steige wieder tief in den Film hinein, und erfreue mich Harrison Fords weiteren Spannungsbögen und einigen anderen Schauwerten.
Vielleicht liegt es daran, dass ich in meiner Jugend Karl-May-gestählt bin, da musste ich auch immer durch zahlreiche nervenden Seiten mich "kämpfen", indenen die Orientalen, oder die Indianer oder die Südseebewohner, usw. als Deppen dargestellt wurden, und der weiße christliche Mann der Überheld war. Besonders die intellektuellen Gespräche, wo dann vielleicht sogar ein Araber unbeding Christ werden wollte, gingen mir mit ihrer Hybris die durchschien auf den Senkel, obwohl ich damals noch gar nicht so viel über das Christentum oder den Islam kannte, jedoch den Ton, der da rüberkam schon nicht mochte, obwohl Karl May ja schon für seine Zeit ein "Völkerverständiger" war in seinen Romanen. Aber ich musste da nunmal durch, ließ mich durch diese 20 Seiten nicht beirren, und konnte mich an den übrigen 400 Seiten erfreuen. Vielleicht daher meine "Ausblend-Fähigkeit" bei Filmen.
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Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“
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