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Alt 13.02.2010, 21:23   #121 (permalink)
ego
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Zitat:
Zitat von bakunicus Beitrag anzeigen
ich habe mich schon lange gefragt, wann endlich einer der großen aus der politik oder wirtschaft richtig auspackt, und mal richtig vom leder zieht über das ganze dreckige geschäft hinter verschlossenen türen.

dass es eine gesamte nation bzw. regierung der schweiz sein könnte, darauf bin ich auch in meinen kühnsten träumen nicht gekommen.

wenn ich kurz darüber nachdenke, dann ist das vielleicht der schock den alle europäischen nationen in zeiten von shareholder value mal gut vertragen könnten.

das ganze ausmaß an heuchelei in deutschland würde offenbar, das ist noch besser als die stasiakten von helmuth kohl.
und alle anderen nationen müßten sich fragen wie es denn um sie selbst bestellt ist mit den nummernkonnten in der schweiz.

das alles wäre mehr wert als ein faux - pas in sachen datenschutz wie er uns jeden tag begegnet ...

bakunicus
...dass die schweiz wirklich auspackt... wer das glaubt....naja. die haben viel zu viel zu verlieren. ball flach halten heißt die devise. die hoffnung auf ein paar sensatiönchen lässt also die "kleinen alltäglichen datenprobleme", die gestern noch eine wichtige sache waren, als kleinen faux-pas erscheinen. qed. damit ist die sache doch schon erfolgreich gelaufen. sogar ohne dass wirklich was aufgedeckt wurde. ist doch ziemlich geschickt eingefädelt, ... da kann man doch nur den hut ziehen. neutral betrachtet. :wand:
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1."Kenntnisse kann jedermann haben, aber die Kunst zu denken ist das seltenste Geschenk der Natur." (Friedrich der Große (1712-1786))
2. "Jeder Mensch ist mindestens fünf Minuten am Tag ein verdammter Idiot. Diese Grenze nicht zu überschreiten - das ist Weisheit." (Elbert Hubbard (1856-1915))
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Alt 13.02.2010, 21:36   #122 (permalink)
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Zitat:
Zitat von PrometheusXL Beitrag anzeigen
...dass die schweiz wirklich auspackt... wer das glaubt....naja. die haben viel zu viel zu verlieren. ball flach halten heißt die devise. die hoffnung auf ein paar sensatiönchen lässt also die "kleinen alltäglichen datenprobleme", die gestern noch eine wichtige sache waren, als kleinen faux-pas erscheinen. qed. damit ist die sache doch schon erfolgreich gelaufen. sogar ohne dass wirklich was aufgedeckt wurde. ist doch ziemlich geschickt eingefädelt, ... da kann man doch nur den hut ziehen. neutral betrachtet. :wand:
der konjunktiv durchzieht meinen beitrag nicht ohne grund.

und von "informatiönchen" rede ich auch nicht, sondern von geheimnissen welche die gesamte republik erschüttern, und mit chance eine neue generation von politikern an die vorderen plätze kommen lässt.
ein heilsamer prozess, der verlorenes vertrauen zurückbringt, etwas das lange überfällig ist.

eigentlich brauchen wir die blöde daten cd nämlich gar nicht; es weiß sowieso jeder das gigantische vermögen beiseite geschafft werden, und besonders bei mandatsträgern, weil die sich öffentlichkeit in sachen finanzen am wenigsten von allen leisten können.

bakunicus
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" ... die in deutschland herrschende soziale kälte reicht nicht aus um die klimaerwärmung aufzuheben." olaf schubert

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Alt 13.02.2010, 21:36   #123 (permalink)
Quertreiber
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Zitat:
Zitat von PrometheusXL Beitrag anzeigen
schadenfreude ist nachvollziehbar und was nettes.
Das Hineinlesen von Sätzen in Texte, wo derartiges nicht drin steht, ist Projektion oder etwas anderes. Da kann ich Ihnen leider nicht weiterhelfen. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker!
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Alt 13.02.2010, 22:59   #124 (permalink)
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Zitat:
Zitat von bakunicus Beitrag anzeigen
der konjunktiv durchzieht meinen beitrag nicht ohne grund.

und von "informatiönchen" rede ich auch nicht, sondern von geheimnissen welche die gesamte republik erschüttern, und mit chance eine neue generation von politikern an die vorderen plätze kommen lässt.
ein heilsamer prozess, der verlorenes vertrauen zurückbringt, etwas das lange überfällig ist.

eigentlich brauchen wir die blöde daten cd nämlich gar nicht; es weiß sowieso jeder das gigantische vermögen beiseite geschafft werden, und besonders bei mandatsträgern, weil die sich öffentlichkeit in sachen finanzen am wenigsten von allen leisten können.

bakunicus
ok, einverstanden. ist also wunschdenken. was machen wir nun in der realität mit unseren optionen. wem wollen wir ganz real auf den leim gehen? den schweizern oder unserer regierung? vllt ja unserem aussenminister, der ist ja bekannt als indiana jones der steuersünderverfolger :grinbig: oder glaubt hier einer, dass die sache wirklich zum vorteil von einem von uns abgewickelt wird? was wirklich passiert, ist doch absolut unklar. ich glaube nicht an die große wende. um wen geht es den dabei wirklich? schon mal was von einem danaer-geschenk gehört?
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Alt 14.02.2010, 11:39   #125 (permalink)
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Standard

Zitat:
Zitat von easydogi Beitrag anzeigen
Steuersünder-Daten

Schweizer warnen Deutsche vor CD-Kauf

Die CDU ist dagegen, die SPD dafür - soll die deutsche Regierung einem Informanten eine CD mit den Namen mutmaßlicher Steuersünder abkaufen? In der Schweiz, wo die Schwarzgeldkonten angeblich geführt werden, ist die Empörung groß. Politiker und Banker drängen Finanzminister Schäuble zu einem Nein.
...
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Interessantes Thema. Soll eine Regierung geklaute Daten kaufen, mit denen man vielleicht über 200 Mio Euro in die Staatskassen bekommen und Steuersünder ausfindig machen kann?
Oder es existiert gar keine CD und es ist nur ein Trick, um Steuersünder dazu zu bewegen, sich selbst anzuzeigen?

Hier ist noch so ein Korinthenkakker.
Ich kann diese "Experten" so langsam nicht mehr ertragen.
Warum sagt man am Anfang als "Experte" nicht einfach und ehrlich WER die Analyse in Auftrag gegeben hat?
Es wuerde uns viel Leserei ersparen:

[Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]

Aber trotzdem mal reinschauen in den Artikel, nur um zu sehen woher der Wind weht.

Vielleicht sollte man den "Kriminalitaetsthread" und diesen hier zusammenlegen?
Auf derart feinsinnige Definitionen ist im anderen thread noch niemand gekommen.
Aber okay, wir sind ja auch nicht der Staat uke:
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Alt 14.02.2010, 12:31   #126 (permalink)
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Nein, die Daten von deutschen "Steuersünderpolitikern" (wenn es die denn gibt) werden sicherlich nicht herausgegeben. Das Bankgeheimnis gilt auch für die einmal grundsätzlich. Diese "Drohung" der Herausgabe solcher Daten ist einfach ein populistischer Ausspruch eines Politikers.

Gelesen in deutschen Zeitungen:
Die Welt: "Doch es geht um mehr als nur den Schutz vor neugierigen Blicken, Es geht um Freiheit, zu deren Lebensbedingungen eben auch Nichtwissen, Verborgenheit und Geheimnis gehören".
Zum gleichen Thema im Magazin Focus CSU-Verbraucherschutzministerin Aigner: "Diese flächendeckende Aktion ist nichts anderes als einen millionenfache Verletzung der Privatsphäre. Ich wehre mich gegen diese Form der Entblössung.

Nein, es ging nicht um das Bankgeheimnis, sondern um Googles "Street view". Die Tatsache, dass auf dem Internet künftig Luftaufnahmen von Häusern und Swimmingpools zu sehen sein könnten, wird allerseits als "Einfallstor für kriminelle Handlungen" gewertet und heftig abgelehnt.
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zenoncroco (15.02.2010)
Alt 14.02.2010, 12:37   #127 (permalink)
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Standard abgrenzungen

Zitat:
Zitat von zenonrc Beitrag anzeigen
Hier ist noch so ein Korinthenkakker.
Ich kann diese "Experten" so langsam nicht mehr ertragen.
Warum sagt man am Anfang als "Experte" nicht einfach und ehrlich WER die Analyse in Auftrag gegeben hat?
Es wuerde uns viel Leserei ersparen:

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Aber trotzdem mal reinschauen in den Artikel, nur um zu sehen woher der Wind weht.

Vielleicht sollte man den "Kriminalitaetsthread" und diesen hier zusammenlegen?
Auf derart feinsinnige Definitionen ist im anderen thread noch niemand gekommen.
Aber okay, wir sind ja auch nicht der Staat uke:
...sind ein teil der moralischen integrität. wenn der zweck die mittel heiligt, wird der spielraum für interpretationen von "richtig" und "falsch" dem bedarfsfall untergeordnet.
das motiv der anbieter von datensammlungen ist habgier, sofern eine signifikant hohe bezahlung verlangt wird (hier 2,5mil€). punkt. deshalb gibt es jede menge nachahmer. was ist aber als hinnehmbare selbsbereicherung zu klassifizieren, weil damit einem "höheren ziel" gedient wird (hier: steuergelder, strafverfolgung von steuerhinterziehern), was als bloßes ausnutzen der gelegenheit, um mittels kriminellem handeln zu geld kommen zu können und garantiert straffrei auszugehen?
das primäre bestreben des datendiebstahls war nicht die aufklärung ( wie etwa dann, wenn der täter die daten kostenlos zur verfügung stellte - dem gewissen und gerechtigkeitsempfinden folgend), sondern bereicherung.
im fall des aufklärungswunsches hätten die daten ausgedruckt und ins netz gestell, medien zugespielt und an den laternenpfahl gehängt ...oder auf anderem kreativem weg der öffentlichkeit und den strafverfolgungsbehörden zugänglich werden können. ist aber nicht. hier geht´s nämlich ausschließlich um geld - nicht um gerechtigkeit. und die möglichen folgen/konsequenzen sind n.m.e. weitaus schlimmer, als der gegenwärtige zustand... so unzufriedenstellend ich den auch empfinde...
...
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Geändert von PrometheusXL (14.02.2010 um 12:43 Uhr)
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Alt 14.02.2010, 12:40   #128 (permalink)
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Standard Teil 1

Zitat:
Zitat von bakunicus Beitrag anzeigen
.. können auch noch ganz anders.

"die geister" sind hunderte millionen ehrlicher steuerzahler in der EU.

und wenn die sich entscheiden, dass es der schweizer verarsche nun mal genug ist, dann darf die schweiz in der gesamten EU keine banken mehr führen.
so entscheiden dann eben die "europäischen freigeister" ...

mal sehen wie weit die schweiz dann mit ihrem löcherkäse in der int. finanzwirtschaft noch eine rolle spielt.

überlegt euch das en detail sehr genau ihr "liberalen" eidgenossen.
wir brauchen keine kavallerie für diesen casus knacktus, sondern nur eine simple EU verordnung ...

habe die ehre ...

bakunicus

Ein wirklich populistischer und **** Beitrag. Eine simple EU-Verordnung reicht da natürlich nicht, schliesslich hat die Schweiz mit der EU und den einzelnen Mitgliedsstaaten Freihandelsabkommen abgeschlossen, die eine solche Diskriminierung untersagen. Wenn schon müsste die EU sowie die Mitgliedsstaaten diese Freihandelsabkommen zuerst künden. Und selbstverständlich müsste man dann korrekterweise gegenüber anderen Staaten, die auch ein Bankgeheimnis haben, gleich vorgehen. Dies würde letztlich die Kündigung von Freihandelsabkommen mit 52 Staaten und Regionen zur Folge haben. Es beträfe Läder wie die USA, Saudiarabien, China und nicht zuletzt auch Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

Sie scheinen immer noch dem Glauben verfallen zu sein, dass a) die Schweiz hort Nr. 1 von Kriminellen Geldern ist b) wäre das Bankeheimnis nicht, wäre die Schweiz arm wie eine Kirchenmaus und Deutschland würde im Geld schwimmen. Beides sind Glaubenssätze, die mit der Realität nichts zu tun haben und höchstens noch in einem Agententhriller à la Hollywood verwendung finden.

Nochmals: die Schweiz verwaltet 2000 Milliarden ausländisches Privatvermögen. 40% Stammt aus der EU. Gemäss Hans Eichel sollen davon 30 % unversteuert sein (ich glaube dies nicht). Steuersubstrat wären dann also maximal 170 Milliarden. Bei einem Steuersatz von 50% ergäben dies (einmalige) Steuereinnahmen von 85 Milliarden für ganz Europa. Wie hoch wäre der Deutsche Anteil? Damit wäre wohl nicht einmal ein Bruchteil der alleine im letzen Jahr angehäuften Neuschulden von 140 Milliarden gedeckt - geschweige denn ein Beitrag an die Entschuldung geleistet (1,7 Billionen)

Teil 2 folgt........
Sonogo ist offline Mit Zitat antworten
Alt 14.02.2010, 12:50   #129 (permalink)
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Standard Teil 2

Von immensen Geldbeträgen, die in der Schweiz lagerten sprach man auch im Zuge der Auseinandersetzung der sogenannten "Nachrichtenlosen Vermögen" jüdischer Opfer des 2. Weltkrieges in der Schweiz.
Nach einer Klage über 10 Milliarden Dollar gegen Schweizer Banken und schliesslich Boykoten amerikanischer Gliedstaaten gegen die gesammte Schweiz zahlten die Banken via Vergleich 2,5 Milliarden Franken an Entschädigung und es wurde eine internationale Kommission gebildet, die die Konten in der Schweiz durchforsten sollte. Der Vorsitzende dieser Kommission war Paul Volker (ehem. Chef der US-Notenbank). 420 Buchprüfer durchforsteten daraufhin über 6 Millionen Konten in der Schweiz aus den 30er und 40er Jahre. Nach behördlich bewilligtem Bruch des Bankgeheimnisses wurden schliesslich 25'000 fragliche Konten publiziert. Das Resultat der Übung, welche über 800 MIllionen kostete: 5559 verwaiste Konten wurden schliesslich gefunden, die meisten mit Bagatellbeträgen. Der "nachrichtenlose" Gesamtbetrag belief sich auf genau 66,3 Millionen Franken - inklusive Zins und Zinseszinsen. Das Komitee hilt im Schlussbericht (den keiner mehr interessierte) fest, dass die Schweizer Banken weder diskriminierend noch pflichtwidrig gehandelt hatten.
In den USA werden nachrichtenlose Vermögen übrigens nach 5 Jahren dem Staat übergeben. In der Schweiz bleiben sie auf den Konten und werden verzinst. Grund für die nachrichtenlosen Vermögen in der Schweiz war übrigens nicht Bösartigkeit, sondern das Faktum, dass Nachkommen den Tod des berechtigten Kontoinhabers nicht nachweisen konnten (die Nazis stellten keine Totenscheine aus) und die Banken von Gesetzes wegen nur bei Nachweis des Versterbens Geld an Nachkommen auszahlen durfte.

Letzter Teil 3 folgt....
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Alt 14.02.2010, 12:56   #130 (permalink)
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Standard die schweiz

Zitat:
Zitat von Sonogo Beitrag anzeigen
(...)

Sie scheinen immer noch dem Glauben verfallen zu sein, dass a) die Schweiz hort Nr. 1 von Kriminellen Geldern ist b) wäre das Bankeheimnis nicht, wäre die Schweiz arm wie eine Kirchenmaus und Deutschland würde im Geld schwimmen. Beides sind Glaubenssätze, die mit der Realität nichts zu tun haben und höchstens noch in einem Agententhriller à la Hollywood verwendung finden.

Nochmals: die Schweiz verwaltet 2000 Milliarden ausländisches Privatvermögen. 40% Stammt aus der EU. Gemäss Hans Eichel sollen davon 30 % unversteuert sein (ich glaube dies nicht). Steuersubstrat wären dann also maximal 170 Milliarden. Bei einem Steuersatz von 50% ergäben dies (einmalige) Steuereinnahmen von 85 Milliarden für ganz Europa. Wie hoch wäre der Deutsche Anteil? Damit wäre wohl nicht einmal ein Bruchteil der alleine im letzen Jahr angehäuften Neuschulden von 140 Milliarden gedeckt - geschweige denn ein Beitrag an die Entschuldung geleistet (1,7 Billionen)

Teil 2 folgt........
ist schon in ordnung. ist doch klar. es sind ja nicht "die schweizer", oder die berge oder der käse... um die es geht. aber wie die ubs und andere bereits in usa zu kreuze gekrochen, und gerade mal so an einem echten eklat vorbei gekommen sind... da würde ich, wär ich schweizer, bei dem thema den ball ganz flach halten und kooperativ ein vernünftigers einvernehmen suchen. ich kenne genügend schweizer, die sich der umstände absolut bewusst sind. es geht um die politik der schweizer banken, die in tausenden von akten dokumentiert ist. altes nazigeld, diktatorenbeute, schwarzgeld, mafiamoneten... da ist kaum kreativität a la holliwood erforderlich. das ist weitgehend aufgeklärt. nur die konsequenzn werden immer wieder auf´s neue verhandelt. daher, wie gesagt, im mag die schweiz und auch die schweizer, trotzdem: ich würd nicht so laut trommeln, sondern einsicht und kooperation signalisieren, wäre ich einer, der dort etwas zu sagen hat. bin ich aber nicht. nur ein beobachter.
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Alt 14.02.2010, 12:56   #131 (permalink)
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Standard Teil 3

Und was der ewige Vorwurf betrifft, die Schweiz sei Hort Nr. 1 für kriminelle Gelder von Diktatoren, Geldwäscher und Drogenbaronen nur dies:

Gemäss OECD hat die Schweiz eines der strengsten Geldwäschereigesetze überhaupt. Die Schweiz erfüllt alle internationalen Standarts, auch die der FATF (OECD-Arbeitsgruppe). Gemäss dieser sind London und Miami die Finanzplätze mit den meisten kriminellen Geldern. Die Schweiz hat die FATF-Richtlinien zügig umgesetzt - ganz im Gegenteil zu Deutschland. Deutschland hat erst im letzten Jahr eigene Richtlinien eingefürt. Gemäss neuestem OECD-Prüfbericht, der nächste Woche publiziert wird, stuft die USA Deutschland als "grosses Geldwäsche-Land" ein. Bei 22 von 49 Prüfkriterien erhielt das Land lediglich die Bewertung "ungenügend" bis "teilweise genügend" (Quelle: Weltwoche und hoffentlich auch alle Deutschen Zeitungen in der nächsten Woche).
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Alt 14.02.2010, 13:06   #132 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Sonogo Beitrag anzeigen
Von immensen Geldbeträgen, die in der Schweiz lagerten sprach man auch im Zuge der Auseinandersetzung der sogenannten "Nachrichtenlosen Vermögen" jüdischer Opfer des 2. Weltkrieges in der Schweiz.
Nach einer Klage über 10 Milliarden Dollar gegen Schweizer Banken und schliesslich Boykoten amerikanischer Gliedstaaten gegen die gesammte Schweiz zahlten die Banken via Vergleich 2,5 Milliarden Franken an Entschädigung und es wurde eine internationale Kommission gebildet, die die Konten in der Schweiz durchforsten sollte. Der Vorsitzende dieser Kommission war Paul Volker (ehem. Chef der US-Notenbank). 420 Buchprüfer durchforsteten daraufhin über 6 Millionen Konten in der Schweiz aus den 30er und 40er Jahre. Nach behördlich bewilligtem Bruch des Bankgeheimnisses wurden schliesslich 25'000 fragliche Konten publiziert. Das Resultat der Übung, welche über 800 MIllionen kostete: 5559 verwaiste Konten wurden schliesslich gefunden, die meisten mit Bagatellbeträgen. Der "nachrichtenlose" Gesamtbetrag belief sich auf genau 66,3 Millionen Franken - inklusive Zins und Zinseszinsen. Das Komitee hilt im Schlussbericht (den keiner mehr interessierte) fest, dass die Schweizer Banken weder diskriminierend noch pflichtwidrig gehandelt hatten.
In den USA werden nachrichtenlose Vermögen übrigens nach 5 Jahren dem Staat übergeben. In der Schweiz bleiben sie auf den Konten und werden verzinst. Grund für die nachrichtenlosen Vermögen in der Schweiz war übrigens nicht Bösartigkeit, sondern das Faktum, dass Nachkommen den Tod des berechtigten Kontoinhabers nicht nachweisen konnten (die Nazis stellten keine Totenscheine aus) und die Banken von Gesetzes wegen nur bei Nachweis des Versterbens Geld an Nachkommen auszahlen durfte.

Letzter Teil 3 folgt....
wie schweizer banken halt sind. das ist doch der kern der produktbeschreibung "schweizer konto". finde ich auch gut. und alle, die was zu verbergen haben eben auch. und um die geht es hier. das ist wie mit schusswaffen: "höchste treffgenauigkeit und durchschlagskraft" sind prima leistungsmerkmale für schusswaffen. was kann der hersteller dafür, wenn kriminelle das auch toll finden und ein paar leute abknallen. natürlich nichts. schwieriger wird es nur, wenn hersteller jedermann uneingeschränkt solche möglichkeiten einräumen, indem sie ungeprüft und vorbehaltlos aushändigen. das wäre keine liberalität und unvoreingenommenheit, sondern ablehnung der übernahme von verantwortung für das eigene handeln. man kennt die argumentation: nicht die waffe ist böse, sondern der mensch, nicht das konto ist das problem, sondern der inhaber. und, das war´s dann?
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Geändert von PrometheusXL (14.02.2010 um 13:13 Uhr)
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Alt 14.02.2010, 13:37   #133 (permalink)
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Standard kindergarten

Zitat:
Zitat von Sonogo Beitrag anzeigen
Ein wirklich populistischer und **** Beitrag. Eine simple EU-Verordnung reicht da natürlich nicht, schliesslich hat die Schweiz mit der EU und den einzelnen Mitgliedsstaaten Freihandelsabkommen abgeschlossen, die eine solche Diskriminierung untersagen. Wenn schon müsste die EU sowie die Mitgliedsstaaten diese Freihandelsabkommen zuerst künden. Und selbstverständlich müsste man dann korrekterweise gegenüber anderen Staaten, die auch ein Bankgeheimnis haben, gleich vorgehen. Dies würde letztlich die Kündigung von Freihandelsabkommen mit 52 Staaten und Regionen zur Folge haben. Es beträfe Läder wie die USA, Saudiarabien, China und nicht zuletzt auch Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.
ja richtig ...
alle steueroasen müßen ausgetrocknet werden, nicht nur die schweiz, eine nach der anderen.

und dazu muß die EU die eigenen schwarzen schafe genau so unter druck setzen wie die schweiz und andere bananenrepubliken ....

aber der ständige hinweis auf andere erinnert an das gejammer des einen bruders, dass der andere bruder "ja auch den verbotenen kuchen genascht hat".
das ist nicht liberal, sondern kindergartenniveau ...

Zitat:
Zitat von Sonogo Beitrag anzeigen
Sie scheinen immer noch dem Glauben verfallen zu sein, dass a) die Schweiz hort Nr. 1 von Kriminellen Geldern ist b) wäre das Bankeheimnis nicht, wäre die Schweiz arm wie eine Kirchenmaus und Deutschland würde im Geld schwimmen. Beides sind Glaubenssätze, die mit der Realität nichts zu tun haben und höchstens noch in einem Agententhriller à la Hollywood verwendung finden.
nö ...
da haben sie mich ja nun eines besseren belehrt.

Zitat:
Zitat von Sonogo Beitrag anzeigen
Nochmals: die Schweiz verwaltet 2000 Milliarden ausländisches Privatvermögen. 40% Stammt aus der EU. Gemäss Hans Eichel sollen davon 30 % unversteuert sein (ich glaube dies nicht). Steuersubstrat wären dann also maximal 170 Milliarden. Bei einem Steuersatz von 50% ergäben dies (einmalige) Steuereinnahmen von 85 Milliarden für ganz Europa. Wie hoch wäre der Deutsche Anteil? Damit wäre wohl nicht einmal ein Bruchteil der alleine im letzen Jahr angehäuften Neuschulden von 140 Milliarden gedeckt - geschweige denn ein Beitrag an die Entschuldung geleistet (1,7 Billionen)



Teil 2 folgt........
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Geändert von bakunicus (14.02.2010 um 13:42 Uhr)
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Alt 14.02.2010, 13:39   #134 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Sonogo Beitrag anzeigen
Und was der ewige Vorwurf betrifft, die Schweiz sei Hort Nr. 1 für kriminelle Gelder von Diktatoren, Geldwäscher und Drogenbaronen nur dies:

Gemäss OECD hat die Schweiz eines der strengsten Geldwäschereigesetze überhaupt. Die Schweiz erfüllt alle internationalen Standarts, auch die der FATF (OECD-Arbeitsgruppe). Gemäss dieser sind London und Miami die Finanzplätze mit den meisten kriminellen Geldern. Die Schweiz hat die FATF-Richtlinien zügig umgesetzt - ganz im Gegenteil zu Deutschland. Deutschland hat erst im letzten Jahr eigene Richtlinien eingefürt. Gemäss neuestem OECD-Prüfbericht, der nächste Woche publiziert wird, stuft die USA Deutschland als "grosses Geldwäsche-Land" ein. Bei 22 von 49 Prüfkriterien erhielt das Land lediglich die Bewertung "ungenügend" bis "teilweise genügend" (Quelle: Weltwoche und hoffentlich auch alle Deutschen Zeitungen in der nächsten Woche).
ja ja ...
und all das ist nur auf druck anderer nationen zustande gekommen;
das darf sich die schweiz nicht auf ihre fahne schreiben.
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Alt 14.02.2010, 15:58   #135 (permalink)
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Was mich wundert, wie öffentlich diese Angelegenheit ausgetragen wird.
Vor einigen Tagen stand in den Zeitungen sogar, wann und wo man sich mit dem Daten-Verkäufer treffen will.
Jetzt steht in der Welt, dass in wenigen Stunden ein "geheimes" Treffen der Finanzminister ansteht.
Was will man uns mit dieser unüblichen Offenheit nur sagen

Schweiz droht deutschen Politikern mit Pranger

Wenige Stunden vor einem geheimen Treffen der Finanzminister von Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich und der Schweiz eskaliert der Streit um die CD mit den Namen der Steuersünder. Ein Schweizer Nationalrat droht mit der Veröffentlichung aller Politiker-Namen, die in der Schweiz ein Konto führen.

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Steuer-CD: Schweiz droht deutschen Politikern mit Pranger - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE
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