Ich mag die 68er aus mehreren Gründen nicht, vor allem aber weil sie die "antiautoritäte Erziehung" propagierten und ich die Auswirkungen dessen in der Schule erlebt habe und wirklich froh war das ich einen Vater habe der nicht viel davon hielt.
Mal ehrlich wenn da Leute sind die 16-18 sind und (meist sind deren Eltern dann schon so erzogen worden) und dann keinerlei Respekt vor einer wie auch immer gearteten Autorität haben, führt dies unweigerlich zu Chaos und Zuständen die besonders in Schulen nicht produktiv sind.
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Weißer Krieger wandert durch die Welt auf der Scuhe nach den Wegen den geraden nicht den krummen, er sucht und sucht und wird doch nie finden, die Pfade die verborgenen ins Land der Unsterblichen nach Valinor.
Geändert von Acaloth (03.01.2010 um 00:47 Uhr)
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Wer oder Was sind denn "die 68er" eigentlich? In diesen Jahren wurde viel demonstriert, ich gehe mal davon aus, dass mit diesem Begriff die damaligen Studentenproteste gemeint sind. Nur war eben auch das keineswegs eine homogene Gruppe. Der Grossteil der damals Protestierenden ging damals auf die Strasse um gegen die Verkrustungen im deutschen Hochschulwesen und willkürliche Polizeigewalt, so wie gegen die Kriegsführung der Amerikaner in Vietnam zu demonstrieren und erreichte damit auch durchaus etwas. Das hat nicht unbedingt immer etwas mit den Mao-Schreiern zu tun, die das "Schiff" der Protestler "enterten", was wiederum zu Folge hatte, dass sich ein nicht unerheblicher Teil der Studierenden von damals wieder ganz schnell von der Bewegung abwandten. Übrig blieben einige (nicht unbedingt wenige) Hartgesottene, welche ihre eigenen Anliegen unter dem Banner der Studenten weiter trugen.
Geändert von Alpin (02.01.2010 um 23:49 Uhr)
Grund: Rechtschreibung
..............Mal ehrlich wenn da Leute sind die 16-18 sind und (meist sind deren Eltern dann schon so erzogen worden) und dann keinerlei Respekt vor einer wie auch immer gearteten Autorität haben, führt dies unweigerlich zu Chaos und Zuständen die besonders in Schulen nicht produktiv sind.
EDIT: Ausserdem, keiner mag HIPPIES.
Ihnen ist der Unterschied zwischen "autoritär" und "Autorität" schon klar?
mfg
Ps:
Zitat: "Ausserdem, keiner mag HIPPIES"
Ich war 1969 miteiner HIPPIfrau liiert, wir hatten viel Spaß u.a. im Spießer ärgen.
Im übrigen was haben Hippis mit den 68ern zu tun?
Kann es sein, dass sie sehr diffuse Vorstellungen von 1967/68 haben?
Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu schlabund für den nützlichen Beitrag:
Ich kann jetzt nichts an den 68ern finden, was sie für mich zum Feindbild machen könnte.
Was hat man denn jetzt konkret gegen sie, dass sie heute noch angefeindet werden?
Wenn ich manch einen Jugendlichen über "die 68er" und "die Sozis" reden höre, dann denke ich, es handelt sich um eine Karikatur von Ekel Alfred.
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Ihnen ist der Unterschied zwischen "autoritär" und "Autorität" schon klar?
Klären sie mich auf....
Zitat:
Zitat von schlabund
Ps:
Zitat: "Ausserdem, keiner mag HIPPIES"
Ich war 1969 miteiner HIPPIfrau liiert, wir hatten viel Spaß u.a. im Spießer ärgen.
Im übrigen was haben Hippis mit den 68ern zu tun?
Kann es sein, dass sie sehr diffuse Vorstellungen von 1967/68 haben?
Ich hab nicht bedacht das sie das nciht verstehen können, ich editiers weg, sry.
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Weißer Krieger wandert durch die Welt auf der Scuhe nach den Wegen den geraden nicht den krummen, er sucht und sucht und wird doch nie finden, die Pfade die verborgenen ins Land der Unsterblichen nach Valinor.
Ich mag die 68er aus mehreren Gründen nicht, vor allem aber weil sie die "antiautoritäte Erziehung" propagierten und ich die Auswirkungen dessen in der Schule erlebt habe und wirklich froh war das ich einen Vater habe der nicht viel davon hielt.
Mal ehrlich wenn da Leute sind die 16-18 sind und (meist sind deren Eltern dann schon so erzogen worden) und dann keinerlei Respekt vor einer wie auch immer gearteten Autorität haben, führt dies unweigerlich zu Chaos und Zuständen die besonders in Schulen nicht produktiv sind.
Aus Deinen Worten schließe ich, dass Du nicht wirklich weißt, was antiautoritäre Erziehung bedeutet. Der Umkehrschluss gleichen Niveaus müsste lauten "Gott sei Dank habe ich regelmäßig von meinem Vater eins in die Fresse bekommen!".
__________________ "Wenn ich nicht alle Türken hasse, bloß weil sie Türken sind, wird es dort drüben bestimmt auch einen Türken geben, der mich nicht hasst, bloß weil ich Griechin bin!" (Sotiria, Mitte der 90'er, Athen)
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Aus Deinen Worten schließe ich, dass Du nicht wirklich weißt, was antiautoritäre Erziehung bedeutet. Der Umkehrschluss gleichen Niveaus müsste lauten "Gott sei Dank habe ich regelmäßig von meinem Vater eins in die Fresse bekommen!".
Es gibt ein weites Land zwischen "Ich bekomm eins in die Fresse" und anti-autoritärer Erziehung .
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Weißer Krieger wandert durch die Welt auf der Scuhe nach den Wegen den geraden nicht den krummen, er sucht und sucht und wird doch nie finden, die Pfade die verborgenen ins Land der Unsterblichen nach Valinor.
Folgender Benutzer sagt Danke zu Acaloth für den nützlichen Beitrag:
Ich kann jetzt nichts an den 68ern finden, was sie für mich zum Feindbild machen könnte.
2008 war ja "Jubiläum" - 40 Jahre 68er.
Der Hauptvorwurf, also quasi das "Feindbild", ist, dass der im damaligen Zusammenhang entstandene - oder so propagierte - "Marsch durch die Institutionen" zu den heutigen angeprangerten Zuständen führte.
Man wirft den Leuten vor, sie hätten, erst einmal in Amt und Würden, teils der Wohllebe, teils ganz anderen als den propagierten Idealen gehuldigt.
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Sobald man mir eine Dummheit nachgewiesen hat, setze ich schnell eine andere an ihre Stelle.
Voltaire
Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu koboldblau für den nützlichen Beitrag:
Ich mag die 68er aus mehreren Gründen nicht, vor allem aber weil sie die "antiautoritäte Erziehung" propagierten und ich die Auswirkungen dessen in der Schule erlebt habe und wirklich froh war das ich einen Vater habe der nicht viel davon hielt.
Mal ehrlich wenn da Leute sind die 16-18 sind und (meist sind deren Eltern dann schon so erzogen worden) und dann keinerlei Respekt vor einer wie auch immer gearteten Autorität haben, führt dies unweigerlich zu Chaos und Zuständen die besonders in Schulen nicht produktiv sind.
Zitat:
Zitat von Acaloth
Es gibt ein weites Land zwischen "Ich bekomm eins in die Fresse" und anti-autoritärer Erziehung .
Für einen lt. Vorstellungsthread 19jährigen hast Du ja anscheinend schon recht viel Überblick. Erzähl' doch mal mehr...
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Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.
(André Gide)
Für einen lt. Vorstellungsthread 19jährigen hast Du ja anscheinend schon recht viel Überblick. Erzähl' doch mal mehr...
Da gibts: Ich hau dir eine rein wenn du was falsch machst, ich hau dir manchmal eine rein, ich hau dir nie eine rein aber will doch das du meine Autorität anerkennst, ich will das du selber tust was du willst solang du dich an gewisse Regeln hälst und Autorität is mies....schänkt nur ein und macht Psyche kaputt...weg mit autorität.
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Weißer Krieger wandert durch die Welt auf der Scuhe nach den Wegen den geraden nicht den krummen, er sucht und sucht und wird doch nie finden, die Pfade die verborgenen ins Land der Unsterblichen nach Valinor.
Der Hauptvorwurf, also quasi das "Feindbild", ist, dass der im damaligen Zusammenhang entstandene - oder so propagierte - "Marsch durch die Institutionen" zu den heutigen angeprangerten Zuständen führte.
Man wirft den Leuten vor, sie hätten, erst einmal in Amt und Würden, teils der Wohllebe, teils ganz anderen als den propagierten Idealen gehuldigt.
Welche Zustände?
Leben wir in Blechhütten, haben wir nichts zu essen, können wir unsere Arzt-Rechnungen nicht bezahlen, müssen wir Angst vor einem Krieg haben?
Klingt vielleicht albern, aber für Milllionen Menschen auf der Welt ist das Alltag.
Der Rest, worüber wir so gerne diskutieren, zähle ich mehr zu den Feinheiten, wo wir uns nicht einig sind.
Der Mensch bleibt halt so wie er ist. Immer auf sein Vorteil bedacht. Da kann er sich Sozialist, Kommunist, Faschist, Nationalist, Islamist oder Christ nennen. Macht korumpiert würde man sagen.
Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu easydogi für den nützlichen Beitrag:
Da gibts: Ich hau dir eine rein wenn du was falsch machst, ich hau dir manchmal eine rein, ich hau dir nie eine rein aber will doch das du meine Autorität anerkennst, ich will das du selber tust was du willst solang du dich an gewisse Regeln hälst und Autorität is mies....schänkt nur ein und macht Psyche kaputt...weg mit autorität.
Da halte ich's mit Wolfs Beitrag, Du verwechselst autoritäres Verhalten mit Autorität an sich. An diesem Punkt der Debatte schenke ich mir erstmal weiterführende Links usw., die uns vielleicht weiterbrächten, aber der Punkt ist m.E., dass Autorität durch so etwas wie Kompetenz, Charisma und Glaubwürdigkeit, also auch unbedingte Authentizität entsteht, die auch Kritik und das Bezweifeln eigener, hoffentlich lauterer Motive aushalten kann. Ohne in narzisstische Geltungsbedürfnisse und Mechanismen zu verfallen, die sich im äußersten Fall in Gewalt äußern - denn das wiederum wäre autoritär.
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Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.
(André Gide)
Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu Anouk für den nützlichen Beitrag:
Wiki sagt: Unter dem [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]68er-Bewegung werden verschiedene, meist [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ][Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ] und [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ] zusammengefasst, die mehr oder weniger zeitlich parallel seit Mitte[Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ] der 1960er-Jahre aktiv waren.
...
Die einzelnen Bewegungen unterschieden sich teilweise deutlich voneinander. Häufige Themen waren u. a. der Protest gegen den laufenden [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ] ([Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]), der Kampf gegen [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ] (insbesondere in [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ] („Unter den Talaren - Muff von 1000 Jahren“) und [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ], [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]) und für die Gleichstellung von Minderheiten sowie der Einsatz für mehr [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ] Freiheiten ([Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ], [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ] („Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment.“), [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ], [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ].
... [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Ich kann jetzt nichts an den 68ern finden, was sie für mich zum Feindbild machen könnte.
Was hat man denn jetzt konkret gegen sie, dass sie heute noch angefeindet werden?
Wenn ich manch einen Jugendlichen über "die 68er" und "die Sozis" reden höre, dann denke ich, es handelt sich um eine Karikatur von Ekel Alfred.
,Sie haben sich Mühe gegeben die 68er aus ihrer heutigen Sicht zu beschreiben und das ist auch alles so richtig.
Nur es fehlen auch viele kleine Komponenten, die die Situation in den sixtis für Menschen, die sie nicht erlebt haben, verstehbar zu machen.
Ich versuch mal die Situation im Jahre 1967 zu beschreiben.
In Europa gab es noch jede Menge knallharter Diktaturen.
Dazu zählten:
Spanien (Franco)
Portugal (Caetano)
Grichenland (Militärjunta)
Portgal war nicht nur Diktatur, sondern auch Kolonialmacht. Damit das einige der jüngeren Foristen hier richtig verstehen, bis 1973 waren Angola, Mozambique und Guinnea portugiesische Kolonien. In denn sixtis herrschte teilweise ein barbarischer Kolonialkrieg.
Weltweit sah es auch nicht besser aus, die Amerikaner waren in Vietnam einmarschiert (Tonking Zwischenfall).
In Deutschland 1966: Adenauer war weg und Kurt Georg Kissinger ehemals NSDAP war 1966 Kandesbunzler geworden.
googeln sie mal nach "Beate Klarsfeld"
Damals in Deutschland gab es die 6 Tage Woche noch in vielen Bereichen, auch in den Schulen. Meine Schule hat die 5 Tage Woche als erste Schule 1968 eigeführt. Es gab eine Schüleversammlung in der Aula, in der von uns Schülern festgelegt wurde, dass ab so fort der Samstag schulfrei ist. Dem damals sog. Lehrkörper wurde das durch die gewählte Schülervertretung mitgeteilt. Die konnten damit absolut nicht umgehen, mussten es aber akzeptieren.
Die Abizeugnisse 1968 wurden an meiner Schule von der Polizei auf der Polizeiwache ausgegeben.
In der Gesellschaft gab es auch sehr merkwürdige Strukturen. Wurde ich in der Volksschule geschlagen, was ziemlich oft vorkam, manchmal mit dem Rohrstock über die Fingerspitzen (genau 2x), und ich erzählte es zu Hause, dann bekam ich ohne Nachfrage noch eine.
Damals gab es noch den sog. Haushaltsvorstand. D.h. jede Frau die arbeiten wollte brauchte dafür die schriftliche Genehmigung dieses Haushaltsvorstandes. Keine Frau konnte damals ohne Zustimmung ihres Mannes (Haushaltsvorstandes) auch nur einen Kühlschrank kaufen.
Alice Schwarzer hat das Anfang der 70er angefangen grundlegen zu ändern.
Die Proteste waren übrigens nicht auf Deutschland beschränkt wie der Forist Easydog schon so trefflich bemerkte.
Überall auf der Welt stand die Jugend auf. In den USA gab es die Anti Vietnamkrieg Bewegung, in deren Folge es die Blumenkinder (Hippies) gab, in Frankreich gingen erst Studenten und dann die Arbeiterschaft gegen das autoritäre de Gaulle Regime auf Sraße
In Deutschland stand ab 1966 die nicht aufgearbeitete Nazischeiße auf dem Programm.
In Tschechoslowakei ging es zeitgleich um Reformen innerhalb des genauso erstarten Ostblocks.
Was 68 so erfolgreich und einzigartig machte, war die unglaublich Breite dieser Bewegung.
Überall passierte irgend etwas, es entstanden unglaublich viele Initiativen und Bewegungen und das ist der Unterschied zu heute, es gab Menschen, die gegen den Vietnamkrieg aufstanden und protestierten, und, dass sei hier auch erwähnt, es gab eine Musikkultur mit Bands, die mit ihrem brachialen Sound und stampfenden Rhythmus die Proteste und Demos auf der Straße begleiteten. Es waren Bands wie Steppenwolf mit ihrem Song "Amerika", die Animals mit "sky pilot", John Forgethys "run through the jungle" oder Jimi Hendrix mit "maschine gun" und viele andere.
In vielen Ländern war in dieser Zeit die Jugend auf der Straße um z.B., wie in Deutschland gegen "die kollektive Verdrängung der Nazizeit" und/oder gegen den Vietnamkrieg zu protestieren.
Sorry, muss hier aufhören, da die Tastatur nicht mehr auf meinen Willen hört.
Allseits ein gutes nächtle
Geändert von schlabund (03.01.2010 um 16:56 Uhr)
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