Ein fünfjähriger Straßenjunge wurde in Istanbul fast totgeprügelt. Sein Schicksal hat in der Türkei eine Debatte um minderjährige Bettler entfacht - und um die Behörden, die so offensichtlich versagen.
Zwei Straßenkehrer fanden ihn, dachten zuerst, da liege eine Puppe. Es war aber Bedrettin K., fünf Jahre alt, der da im Müll lag. Sein Körper leblos, ein Auge schwarz von einem Faustschlag, blaue Flecken, Schnittwunden.
Seit drei Jahren unterwegs auf den Straßen Istanbuls, um für die Eltern Geld zu verdienen. Mit dem Betteln. Mit dem Verkauf von Papiertaschentüchern. Ein Kind, zuerst um sein Leben betrogen, nun um sein Leben kämpfend.
Bedrettin liegt auf der Intensivstation. Bevor die Ärzte ihn in Tiefschlaf versetzten, konnte er ihnen noch erzählen was geschehen war. Wie wieder einmal der Vater und zwei andere Verwandte ihn und die Mutter geschlagen hatten, damit sie zum Betteln gingen.
Straßenkinder in der Türkei "Ich kann nicht arbeiten, aber meine Kinder können es"
Das Istanbuler Sozialamt schätzt die Zahl der Kinder, die von ihren Familien oder aber von landesweit operierenden Gangs zum Betteln geschickt werden, auf 4000.
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ich dachte immer die Türken wären so kinderfreundlich. Auch nicht besser als anderswo!
Ein fünfjähriger Straßenjunge wurde in Istanbul fast totgeprügelt. Sein Schicksal hat in der Türkei eine Debatte um minderjährige Bettler entfacht - und um die Behörden, die so offensichtlich versagen.
Zwei Straßenkehrer fanden ihn, dachten zuerst, da liege eine Puppe. Es war aber Bedrettin K., fünf Jahre alt, der da im Müll lag. Sein Körper leblos, ein Auge schwarz von einem Faustschlag, blaue Flecken, Schnittwunden.
Seit drei Jahren unterwegs auf den Straßen Istanbuls, um für die Eltern Geld zu verdienen. Mit dem Betteln. Mit dem Verkauf von Papiertaschentüchern. Ein Kind, zuerst um sein Leben betrogen, nun um sein Leben kämpfend.
Bedrettin liegt auf der Intensivstation. Bevor die Ärzte ihn in Tiefschlaf versetzten, konnte er ihnen noch erzählen was geschehen war. Wie wieder einmal der Vater und zwei andere Verwandte ihn und die Mutter geschlagen hatten, damit sie zum Betteln gingen.
Straßenkinder in der Türkei "Ich kann nicht arbeiten, aber meine Kinder können es"
Das Istanbuler Sozialamt schätzt die Zahl der Kinder, die von ihren Familien oder aber von landesweit operierenden Gangs zum Betteln geschickt werden, auf 4000.
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ich dachte immer die Türken wären so kinderfreundlich. Auch nicht besser als anderswo!
Schlimme Sache, aber warum soll es in der Türkei anders sein als anderswo?
mfg
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Wenn Gott von meinen Plänen wüßte, er käme vor lachen nicht mehr in den Schlaf.
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Ich bin eigentlich ein netter Kerl, wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen....
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Stimmt das? Ich bin kein Türke und habe so etwas noch nicht gehört, klar die Türken sind und gelten als Familienmenschen, ich denke allerdings, dass auch das im Wandel begriffen ist.
Eine andre Sache ist die Information. Ich glaube das solche Verbrechen schon immer passiert sind, man hat sie nur nicht mitgekriegt.
mf
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Jetzt wird aufgezählt, wieviel Kinder aus deutschen Blumenkästen ausgegraben wurden, dann werden Artikel hervorgekramt, wo türkische Kinder geschlagen und getötet wurden, dann kommen wir zum Kindesmissbrauch in Deutschland, mit der Überleitung, dass in Sachen Kinderpornos in der Türkei am meisten gegooglet wird, dann wird gerechnet und gegengerechnet...
Virtueller deutsch-türkischer Kleinkrieg auf Rücken von missbrauchten und getöteten Kindern. uke:
Charakter kann man notfalls immer noch downloaden.
Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu easydogi für den nützlichen Beitrag:
Türken sind mehr kinderlieb als andere?
Wer erzählt denn sowas? Eltern sollten perse kinderlieb sein, dass hat nichts aber auch rein gar nichts mit der Ethnie zu tun. Das ist allgemeine Menschlichkeit.
Folgender Benutzer sagt Danke zu Fırtına für den nützlichen Beitrag:
Wärst Du so freundlich mir mal zu zeigen, wo sich jemand damit gebrüstet haben soll? Mir ist das Thema gänzlich unbekannt.
__________________ "Wenn ich nicht alle Türken hasse, bloß weil sie Türken sind, wird es dort drüben bestimmt auch einen Türken geben, der mich nicht hasst, bloß weil ich Griechin bin!" (Sotiria, Mitte der 90'er, Athen)
Jetzt wird aufgezählt, wieviel Kinder aus deutschen Blumenkästen ausgegraben wurden, dann werden Artikel hervorgekramt, wo türkische Kinder geschlagen und getötet wurden, dann kommen wir zum Kindesmissbrauch in Deutschland, mit der Überleitung, dass in Sachen Kinderpornos in der Türkei am meisten gegooglet wird, dann wird gerechnet und gegengerechnet...
Virtueller deutsch-türkischer Kleinkrieg auf Rücken von missbrauchten und getöteten Kindern. uke:
Charakter kann man notfalls immer noch downloaden.
Also, von meiner Seite nicht. Ich habe eine ander Intention. Mir geht es um die Rolle der Medien bei diesen Verbrechen. Ich habe vor einige Jahren, es war gerade ein Kind entführt, missbraucht und ermordet worden, einmal im Netz nachgeforscht, wie die Faktenlage zu diesem Problem ist.
Der Grund dafür, die Nachrichten waren wochenlang voll mit diesem einen Ereignis.
Man sah Hundertschaften der Polizei durch die Wälder streifen, Aufklärungsflugzeuge mit Infrarotkameras zogen ihre Kreise und das jeden Tag.
Bei mir setzte sich der Eindruck fest, diese Art von Verbrechen sind inzwischen an der Tagesordnung.
Ich fand einen schweizer Server, der Kriminalitätsdaten aus ganz Europa sammelte.
Mich interessierte nur eine Konstellation: Kind, missbraucht, entführt und umgebracht.
Ich stellte überraschendes fest:
Es gab keine Zunahme dieser Verbrechen, sondern eher eine Abnahme.
In den 60ern waren es im Schnitt 6 Verbrechen der oben beschriebenen Art pro Jahr.
Heute sind es "nur" 4, und das im größer gewordenen Deutschland
Meine Frage war, warum hast du das Gefühl, dass genau das Gegenteil richtig ist?
Bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die Medien eine entscheidende Rolle spielen.
Diese Ereignisse werden in einer Art zelebriert, dass man den Eindruck gewinnt, als seien sie an der Tagesordnung.
Ich denke, diese Verbrechen hat es immer gegeben, sie werden heute nur viel wirksamer vermarktet.
Fragt mich nicht nach dem schweizer Server, ich find ihn nicht mehr.
mfg
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Wenn Gott von meinen Plänen wüßte, er käme vor lachen nicht mehr in den Schlaf.
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Also, von meiner Seite nicht. Ich habe eine ander Intention. Mir geht es um die Rolle der Medien bei diesen Verbrechen. Ich habe vor einige Jahren, es war gerade ein Kind entführt, missbraucht und ermordet worden, einmal im Netz nachgeforscht, wie die Faktenlage zu diesem Problem ist.
Der Grund dafür, die Nachrichten waren wochenlang voll mit diesem einen Ereignis.
Man sah Hundertschaften der Polizei durch die Wälder streifen, Aufklärungsflugzeuge mit Infrarotkameras zogen ihre Kreise und das jeden Tag.
Bei mir setzte sich der Eindruck fest, diese Art von Verbrechen sind inzwischen an der Tagesordnung.
Ich fand einen schweizer Server, der Kriminalitätsdaten aus ganz Europa sammelte.
Mich interessierte nur eine Konstellation: Kind, missbraucht, entführt und umgebracht.
Ich stellte überraschendes fest:
Es gab keine Zunahme dieser Verbrechen, sondern eher eine Abnahme.
In den 60ern waren es im Schnitt 6 Verbrechen der oben beschriebenen Art pro Jahr.
Heute sind es "nur" 4, und das im größer gewordenen Deutschland
Meine Frage war, warum hast du das Gefühl, dass genau das Gegenteil richtig ist?
Bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die Medien eine entscheidende Rolle spielen.
Diese Ereignisse werden in einer Art zelebriert, dass man den Eindruck gewinnt, als seien sie an der Tagesordnung.
Ich denke, diese Verbrechen hat es immer gegeben, sie werden heute nur viel wirksamer vermarktet.
Fragt mich nicht nach dem schweizer Server, ich find ihn nicht mehr.
mfg
Bei eines von Michael Moores Filmen fiel ein interessanter Satz: "Die Verbrechen sind in den letzten Jahren um 20% gefallen, die Berichterstattung über Verbrechen um 300% gestiegen"
Folgender Benutzer sagt Danke zu easydogi für den nützlichen Beitrag:
Bei eines von Michael Moores Filmen fiel ein interessanter Satz: "Die Verbrechen sind in den letzten Jahren um 20% gefallen, die Berichterstattung über Verbrechen um 300% gestiegen"
Dem ist nichts hinzuzufügen.
mfg
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Wenn Gott von meinen Plänen wüßte, er käme vor lachen nicht mehr in den Schlaf.
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Ich bin eigentlich ein netter Kerl, wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen....
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Schlimme Sache. Aber was daran soll "spezifisch türkisch" sein?
Verrohte Menschen findet man leider überall.
Im Kern ist das natürlich auch ein sehr wichtiges Thema. Kindesmisshandlung, Kindesmissbrauch, Kinder, die nicht genug Zuwendung bekommen, ect.
Da kann man Missstände aufzeigen, Lösungen ausdiskutieren, recherchieren, wo es auf der Welt besser gemacht wird und wie man das jeweils umsetzen könnte, damit solche Missstände der Vergangenheit angehören.
Die Intention des Threads war aber eher: "Höhöhö... schaut mal ein totes Kind. Hehehe... Die Türken sind auch scheiße. hahaha..."
Folgender Benutzer sagt Danke zu easydogi für den nützlichen Beitrag:
Mir ist bei dieser Sache aufgefallen, dass selbst Kleinkinder zum Betteln für ihre Eltern angehalten werden.
Das ist in Europa nicht die Norm, ausgenommen die neuen EU-Beitrittsländer.
West-Europäer sind zum Glück soweit sozial abgesichert, dass sie ihre Kinder nicht zum Betteln schicken müssen. Bei so etwas würde das Jugendamt auch gleich hellhörig werden.
In dem sehr empfehlenswerten Film "Slumdog Millionär" gibt es Szenen, wo sie in Indien Waisenkinder kidnappen, sie blind machen und dann zum Betteln zwingen.
Es gibt wirklich schlimme Sachen auf der Welt, besonders im Bezug auf Kinder.
In der Türkei rege ich mich sehr über die Eltern der bettelnden Kinder auf. Auch über die, die zum Schuheputzen oder Straßenverkauf geschickt werden. Die Armut wird dadurch von Generation zu Genaration weiter vererbt. Was soll aus einem Kind auch werden, wenn es nur Betteln und Schuheputzen kennt?
Nur meine Aufregung darüber tue ich vielleicht von einem zu hohen Roß aus.
Ist ja nicht so, dass die Kinder den Mercedes für Papa erbetteln, sie haben schlicht und einfach nichts zu fressen Zuhause und versuchen auf jede erdenkliche Art und Weise zu überleben.
Folgender Benutzer sagt Danke zu easydogi für den nützlichen Beitrag:
Im Bezug dazu bedarf es in der Türkei (woanders natürlich auch) jede Menge Veränderungen und Nachholbedarf. Die Türkei ist selbstverständlich im Vergleich ein recht armes Land und mit der Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse, würde ich mir wünschen, dass auch das Sozialsystem verbessert wird.
Dass auch den Ärmsten und den Schwächsten Möglichkeiten geboten werden, aus ihrem Elend heraus zu kommen.
Wenn Familien gestützt werden und sich darüber keine Gedanken machen müssen, ob sie morgen etwas zu essen haben und somit ihre Kinder zu Schule schicken können.
In der Beziehung ist Deutschland (noch) ein regelrechtes Musterland. Einer der Errungenschaften, auf die man zurecht stolz sein kann.
Deshalb rege ich mich wieder über Leute auf, die das abschaffen oder kürzen wollen.
Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Demokratie, soziale Gerechtigkeit, ein Land, wo sich jeder sicher sein kann, dass er irgendwie ein Dach über dem Kopf und etwas zu Essen haben wird.
Mensch, darum geht es doch. Das macht eine Gesellschaft und eine Gemeinschaft aus. Sowas gehört nicht abgeschafft, sowas gehört mit allen Mitteln verteidigt.