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Alt 11.02.2010, 20:58   #211 (permalink)
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Standard Subventionen & Einfache Steuer

Du denkst kaufmännisch, AvniSinanoglu, und Du hast recht!

Schulden
Geschäfte zu machen, um Vorteile zu erzielen, ist so alt wie die Menschheit selbst. Jakob rang Esau das Recht des Erstgeborenen ab und der halb blinde Israel hatte keinen Bock mehr, mit der Faust auf einen Felsen zu schlagen. Er hatte keinen Tisch, den er rein machen konnte. Also blieb es bei dem Betrug.

Weit teuflischer und perfider sind Jahrtausende später die Geschäfte mit Geld, weil sich dem Schuldner die fatale Wirkung des Zinseszins durch den "Neusprech" der Bankleute entzieht. Fakt ist: Das Kassieren von Zinseszinsen ist keine anständige Arbeit, sondern ein niederträchtiger Betrug am dummgehaltenen Ahnungslosen - bis in akademische Kreise hinein. Dazu paßt ein Gedicht:

Komm schnell her! Gib du mir!
Alles versprech' ich Dir!
Dein Konto wird jetzt leergeräumt!
Das ist real und nicht geträumt.


Es gibt immer noch Wirtschaftswissenschaftler und Politiker, die das Märchen vom Schuldenmachen glauben. Sie haben eine treudoofe Gefolgschaft in Form von Millionen Steuerzahlern und Käufern. Zahlreiche Begriffsverwirrungen und Halbwahrheiten haben die Öffentliche Hand und Vorsteher von Privathaushalten dazu verleitet, Schulden zu machen, ohne die finanziellen Folgen zu bedenken. Diese Dummheit kostet uns täglich die halbe Arbeitszeit. Alle könnten halb so lang arbeiten und den gleichen Lebensstandard haben!

Die HEILIGEN KÜHE schlachten:
Subventionen und Steuervorteile


Dr. Klaus Först, Steuerberater und Rechtsanwalt in Flensburg, informiert umfassend über die Dramatik der Staatsverschuldung. Doch auch er tastet die heilige Kühe nicht an, die in Deutschland mehr als alles andere vergöttert werden: Die Subventionen und die Steuervorteile!

Es ist absurd, daß Bund und Länder Kredite aufnehmen, um Subventionen zu zahlen und Steuervorteile zu finanzieren. Jeder Empfänger solcher Gelder ist Totengräber unserer Nation!
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Schönen Gruß
Hans Kolpak
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Sonne (12.02.2010)
Alt 11.02.2010, 21:01   #212 (permalink)
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Zitat:
Zitat von zenonrc Beitrag anzeigen
Das ist Politik und gehoert in einen anderen thread.
Oder vielleicht doch nicht?
:wand:
Ich glaube dieses Thema könnte man in vielen Threads behandeln: Geschichte, Psychologie, Politik, Philosophie...

Das interessante daran ist übrigens, dass die Tradition der Selbstmordattentäter, mit denen die Welt heute zu tun hat, gar nicht in direkter Linie mit den Assassinen zu tun hat, sondern aus dem japanischen Bushido stammt... Aber das ist nun wirklich Geschichte und Politik... Sorry
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Alt 11.02.2010, 21:11   #213 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Blue Beitrag anzeigen
Was wäre wenn es nicht mehr nachweisbar wäre, in dem man den Stein bspw. in eine unereichbar tiefe Meeresschlucht wirft?
Anderes Beispiel: Ein Mensch hat vor 3000 Jahren irgendwo gelebt, in einem kleinen Fischerdorf irgendwo in Südchina, hatte keine Nachkommen. Inzwischen ist er tot und verwest, alles was auf seine Existenz hinweisen könnte, gibt es nicht mehr. Nun die Frage. Gab es diesen Menschen, oder gab es ihn nicht?
Natürlich gab es ihn. Wir würden es nicht beweisen können, aber ohne direkte Spuren von ihm zu finden, könnten wir auf die Möglichkeit seiner Existenz mit hoher Wahrscheinlichkeit zutreffend schließen, da wir wissen, dass es vor 3000 Jahren Fischerdörfer irgendwo in Südchina gegeben hat, die von Menschen bewohnt wurden. Seine Existenz ist damit plausibel. Anders würde es aussehen, wenn wir nach der Existenz eines Menschen fragen würden, der vor 1000 000 000 Jahren auf dem Neptun gelebt hat... dessen Existenz plausibel abzuleiten, wäre ziemlich unmöglich.

Das Wissen des Menschen hat immer seine Grenzen, wer ein wissenschaftliches Weltbild hat, weiß das und kann es akzeptieren. Dass wir heute keinen direkten Beweis für die Existenz des chinesischen Fischers haben, bedeutet natürlich nicht, dass er nie existiert hat.

Anders verhält es sich mit der Existenz Gottes: hier gibt es nicht einmal den Hauch eines Anhaltspunktes für seine Existenz. Noch nie hat jemand zweifelsfrei ihn selbst oder Manifestationen seines Wirkens beweisen können - im Gegensatz eben zu der Existenz von Menschen in Südchina vor 3000 Jahren...:wink:
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Alt 11.02.2010, 21:13   #214 (permalink)
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Standard Götter

Zitat:
Zitat von wudi Beitrag anzeigen
Klar Rapunzel, Du hast ja Ideologien mit Halbgöttern die das besorgen.
Zitat:
Zitat von rapunzel Beitrag anzeigen
kannst du mal meine politische ausrichtung aussenvor lassen ,passt nicht in diesen thread:nono:
Ich bin nicht sicher, inwieweit das Verfolgen einer Ideologie, insbesondere wenn sie erklärtermassen ohne Gott auszukommen verspricht, gerade ein Bedürfnis danach - zumindest scheinbar - zu stillen in der Lage ist.

Etwa für den Nationalsozialismus war das erklärtes Ziel.
__________________
Sobald man mir eine Dummheit nachgewiesen hat, setze ich schnell eine andere an ihre Stelle.

Voltaire
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Alt 11.02.2010, 22:29   #215 (permalink)
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Zitat:
Zitat von AvniSinanoglu Beitrag anzeigen
Wenn das mit der deutschen Nation so weiter geht, sehe ich schwarz. Die Welt braucht ein starkes Deutschland, zur Zeit ist Deutschland auf dem Abgrund. Was ich bislang nie verstanden habe ist, wieso ein stark verschuldetes Land wie Deutschland weiterhin das nicht vorhandene Geld ausgibt. Wieso soll Deutschland weiterhin Flüchtlinge aufnehmen und Ihnen die Gelegenheit geben weiterhin das nicht vorhandene Geld was täglich als Schulden finanziert wird geben. Es wäre doch ganz einfach zu sagen, wir haben nichts mehr von dem nichts was wir haben können wir euch nicht mit Darlehen geben.
Vorschlag, Abschaffung aller staatlichen Leistungen an Nichtdeutsche. Aufhebung aller Aufenthaltserlaubnisse. Verbot der weiteren Einbürgerungen. Raus aus der EU, Wiedereinführung der DM.Ihr werdet sehen wie schnell Deutschland wieder aufsteigt. (das war nun meine radikalste Meinung...
Avni, ist dir bewusst, dass du dabei bist eine nationalepartei zu gruenden?
:haha:
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"Das Leben ist immer lebensgefaehrlich..."
(E.K.)
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Alt 11.02.2010, 22:29   #216 (permalink)
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Standard Da stellt sich doch die Frage: wer ist "wir"?

@Tautologe

Schönes Thema und gute Beiträge.
Einige Anmerkungen müssen aber doch sein.
1. Wer ist "der Mensch", der gemeint ist?
"Auf der individuellen Ebene braucht man keinen Gott, man hat ihn nie überlebensnotwendig gebraucht."

>> Das ist eine Aussage, die die Bedeutung der Abwesenheit oder des Vorhandensein einer wie auch immer gearteten Spriritualität auf die körperlich-existentielle Ebene begrenzt. Unbestritten: man kann ohne leben

2. " Ganz anders sieht es auf der anthropologischen Ebene aus. Religion hat insbesondere in der frühen Phase der menschheit einen Überlebensvorteil gebracht.
...
Eine solche transzendente Welt hat zunächst den Nutzen des Trostes, da sie Individuen, die beispielsweise Angehörige oder Lebenspartner verloren haben, durch den Gedanken, dass diese an einem sensorisch nicht erfassbaren Raum weiterexistieren, eine emotionale Entlastung bieten."

>> Nun wird es schon komplizierter, denn die saubere Trennung scheint mir hier aufgegeben. Wenn für "das Überleben" ein Vorteil durch Glaube entsteht, dies hier explizit herausgestellt wird und Glaube an - ich sage einmal neutral "Gottheiten" - das wie auch immer bewirkt, ist Teil eins eigentlich in der Tonne gelandet.

Ich tendiere zur unter 2. beschriebenen Variante und bin überzeugt, dass Glaube die logische Konsequenz aus "Ich" "Raum" und "Warum" ist. Der Bezug zu "Menschenaffen" (Schimpansen, Gorillas, Orangs) ist insofern interessant, da diese, wie wenige andere Spezies ausser dem Menschen, ein Ich-Bewusstsein entwickeln. Das Ich-Bewusstsein sucht sein komplementäres Bild vom Ganzen, den "Rest" der Welt. Was kommt noch?, wohin gehe ich?, wo komme ich her(wer hat mich gemacht)? etc. Fragen, die wir nicht wirklich zu beantworten wissen. Daher ist "Gott", übrigens anfangs "Erde" (Planet) und "Sonne", "Ahnen" eigentlich nur die folgerichtige Lösung des Dilemmas.
Ganz anders verhält es sich nach meinen Beobachtungen mit "Religion". Religion ist ein Instrument der Kontrolle und Machtausübung. Wenige herrschen über viele. Dabei war die Religion über die längste Zeit der Zivilisationsentwicklung mächtiger als die weltlichen Herrscher (Priester, Päpste, Medizinmänner...) Daher trenne ich Glaube ("Gott") auch vollständig von institutionalisiertem und kanalisiertem Glauben (Religion, Kirche etc.).

Die Frage, ob wir Gott brauchen, ist, nach all dem Vorgerede, nun meinerseits so beantwortet: Manche brauchen Gott sehr, da die innere Zwiesprache sie heilt, Leiden lindert, einschlafen lässt, Hoffnung und/oder Kraft schöpfen lässt und vieles andere.
Andere wiederum haben dazu keinen Bezug und nennen sich Atheisten:
"Woran ich glaube ist schlicht und ergreifend der Mensch selbst. Er sollte im Zentrum unseres moralischen Handelns stehen. Und für mich ergibt sich seine unveräußerliche Würde bestimmt nicht daraus, dass er von irgendeinem Gott erschaffen sein sollte..."

Diese können anders mit dem Bedürfnis nach Zwiesprache umgehen und haben ihren eigenen Weg gefunden. Manche habe ich im Verdacht,dass sie, wennn sie ganz allein sind und keiner sie hören oder sehen kann, doch bei Gelegenheit und Bedarf das Türchen zum spirituellen Überbau aufzumachen um mal nachzusehen, ob da nicht vllt. doch was ist...
Aber, beweisen kann ich das natürlich nicht....:)

Das Theme ist recht mächtig (im Sinne von inhaltlich umfang- und facettenreich), daher bitte ich gleich mal vorab um Nachsicht, wenn ich so viele wichtige Punkte nun nicht berührt habe, die ebenso erwähnenstwert gewesen sein mögen.

Geändert von PrometheusXL (11.02.2010 um 22:49 Uhr)
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Alt 11.02.2010, 22:45   #217 (permalink)
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Zitat:
Zitat von zenonrc Beitrag anzeigen
Avni, ist dir bewusst, dass du dabei bist eine nationalepartei zu gruenden?
:haha:
Wie erwähnt war das meine radikale Meinung, ich kann auch anders
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zenoncroco (11.02.2010)
Alt 11.02.2010, 22:52   #218 (permalink)
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Noch ist der Unterschied zwischen national und nationalistisch nicht aufgehoben.
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Alt 11.02.2010, 23:03   #219 (permalink)
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Zitat:
Zitat von NationalPartei Beitrag anzeigen
Noch ist der Unterschied zwischen national und nationalistisch nicht aufgehoben.
Ist eigentlich eine nationalsozialistische Partei in Deutschland zugelassen, so ne Art Hitlerpartei aber ohne Judenhass, sozusagen?
AvniSinanoglu ist offline Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2010, 23:19   #220 (permalink)
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Die Antifas suggerieren beständig Nazi-Aufmärsche in Dresden. Es gibt jedoch in Deutschland keine nationalsozialistische Partei geschweige denn sonst irgendeine nationalsozialistische Organisation. Adolf Hitler ist halt tot - mausetot. Und diese Leute werfen beständigen national und nationalistisch in einen Topf.

So dumm ist nicht einmal der Pressedienst vom Bundesamt für Verfassungsschutz. Aber der Hintergrund ist ein finanzieller. Die DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld schrieb kürzlich auf Ihrer Internetseite: "Insgesamt werden 33 Millionen Euro verpulvert, 31 Millionen gegen „Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus“, 2 Millionen gegen Linksextremismus."

Über die Lohnschreiber in den einschlägigen linken und rechten Blogs kann man nur sagen: "Wehe, wenn sie losgelassen!"
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Alt 11.02.2010, 23:21   #221 (permalink)
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Zitat:
Zitat von NationalPartei Beitrag anzeigen
Noch ist der Unterschied zwischen national und nationalistisch nicht aufgehoben.
Man merke : Noch nicht aufgehoben !! Nun den mit so einer Denke zieht man dank Konfuzius und Buddha noch kein Toten Hering vom Teller .
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Alt 11.02.2010, 23:36   #222 (permalink)
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Weil Gott schweigt und sein Bodenpersonal sich windet, stemme ich mich selbst gegen die Begriffsverwirrungen durch Pressetexte, Forumsbeiträge und Blogbeiträge. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Der Begriff "NationalPartei" ist auch eine Provokation für Leute, die mit ihren Ausdrucksweisen Menschen verwirren. Ganz nebenbei: Ich halte einige Nationaldemokraten für ungeschickt bis dumm, wenn sie sich wie Nationalsozialisten gebärden. Ob das nur die Mitarbeiter des Verfassungsschutzes sind, kann ich weder dementieren noch bestätigen.

Auch hier hält Gott sich raus. Ist er etwa bei denen, die ihn brauchen?
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Alt 11.02.2010, 23:51   #223 (permalink)
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Zitat:
Zitat von NationalPartei Beitrag anzeigen
Weil Gott schweigt und sein Bodenpersonal sich windet, stemme ich mich selbst gegen die Begriffsverwirrungen durch Pressetexte, Forumsbeiträge und Blogbeiträge. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Der Begriff "NationalPartei" ist auch eine Provokation für Leute, die mit ihren Ausdrucksweisen Menschen verwirren. Ganz nebenbei: Ich halte einige Nationaldemokraten für ungeschickt bis dumm, wenn sie sich wie Nationalsozialisten gebärden. Ob das nur die Mitarbeiter des Verfassungsschutzes sind, kann ich weder dementieren noch bestätigen.

Auch hier hält Gott sich raus. Ist er etwa bei denen, die ihn brauchen?
Zu dieser Denke ........kann man nicht mehr kommentieren , haut dem Faß den Boden aus . Ist auch keine Provokation sondern reichlich verwirrt .
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Zitat:
Zitat von PrometheusXL Beitrag anzeigen


2. " Ganz anders sieht es auf der anthropologischen Ebene aus. Religion hat insbesondere in der frühen Phase der menschheit einen Überlebensvorteil gebracht.
...
Eine solche transzendente Welt hat zunächst den Nutzen des Trostes, da sie Individuen, die beispielsweise Angehörige oder Lebenspartner verloren haben, durch den Gedanken, dass diese an einem sensorisch nicht erfassbaren Raum weiterexistieren, eine emotionale Entlastung bieten."
>> Nun wird es schon komplizierter, denn die saubere Trennung scheint mir hier aufgegeben. Wenn für "das Überleben" ein Vorteil durch Glaube entsteht, dies hier explizit herausgestellt wird und Glaube an - ich sage einmal neutral "Gottheiten" - das wie auch immer bewirkt, ist Teil eins eigentlich in der Tonne gelandet.
Das ist ein sehr schönes Thema, nicht wahr?
Und alleine zu dem Thema des Bewusstseins und seinen Ausprägungen bei verschiedenen Tierarten könnte man noch einen weiteren hochinteressanten Thread anstoßen...

Zu deinen Anmerkungen: ich habe mit meinen Ausführungen gemeint, dass das einzelne Individuum nicht zwangsläufig einen Glauben braucht, um überleben zu können. Wenn es jedoch in einer Population Individuen gibt, die mit emotional belastenden Situationen nicht so gut umgehen können, dann bietet ein Glaube diesen Individuen eine emotionale Entlastung. In der Folge erhöht sich deren psychische Widerstandskraft - auf der Individualebene vielleicht zunächst nur ein geringer Vorteil, der aber, wie das Beispiel der unterschiedlich effizienten Jagdwaffen von Homo Neandertalensis und Homo Sapiens gezeigt hat, über lange Zeiträume und wachsende Populationen hinweg entscheidend sein kann (wie das eben so läuft in der Evolution :banana:). So könnte es diesen besonders sensiblen Individuen durch ihren Glauben z.B. schaffen, schneller "ins Leben zurückzukehren", wieder Familien zu gründen etc. Dies ist der Aspekt, dass Glaube auf der Individualebene Hoffnung schenken kann.

Wenn sich nun in der Folge daraus in einer Population durch den Glauben an eine transzendente Welt langfristig die Zahl der Individuen erhöht, die eine höhere emotionale und soziale Sensibilität besitzen, und durch den Verlust von Angehörigen und Partnern einer größeren Stressbelastung ausgesetzt sind, die durch den Glauben aufgefangen wird, dann werden sich die sozialen Bande in einer solchen Population langfristig verstärken. Hinzu kommen die bereits angesprochenen Synergieeffekte des Glaubens, die eine verbindlichere und höher legitimierte, sowie leistungsfähigere Arbeitsteilung und Sozialstruktur begünstigen (jedenfalls am Anfang...:wand:). Damit hat die Gesamtpopulation einen Vorteil, auch dann, wenn ein Teil der Individuen dieser Population weniger oder im Extremfall gar nicht an eine transzendente Welt glauben. Insofern passen meine beiden Aussagen schon zusammen... denke ich.
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Alt 12.02.2010, 10:49   #225 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Tautologe Beitrag anzeigen
Das ist ein sehr schönes Thema, nicht wahr?

(...)

Damit hat die Gesamtpopulation einen Vorteil, auch dann, wenn ein Teil der Individuen dieser Population weniger oder im Extremfall gar nicht an eine transzendente Welt glauben. Insofern passen meine beiden Aussagen schon zusammen... denke ich.
hallo, tautologe. ich hoffe, du verstehst, weshalb ich den mittelteil weggelassen habe....;-)
wir sind nicht sehr weit auseinander.
das thema ist wie eine möbius-schleife... egal wo man anfängt/einsteigt, es gibt kein ende und irgenwann landen alle am selben ort, nämlich dort, wo sie herkommen: der unwissenheit und dem "glauben". der eine wie der andere können nichts abschließend-schlüssiges vorbringen und damit ist es so oder so eine "glaubensfrage". auch der wissenschaftler landet im unbeweisbaren und macht daraus keinen hehl. ist übrigens auch in der zunft ein große diskussion. allein die unschärfe und multiversen, strings und ... dann? deine version ist absolut richtig, wie so vieles, was per definition auf bestimmte rahmenparameter eingegrenzt wird. aber dass diese eingrenzung auch stimmt, wird nicht bewiesen, muss ja auch nicht, denn ein modell ist ja nur der rahmen - die versuchsanordnung des experiments oder der betrachtung. und, ...kann auch nicht bewiesen werden! ein dilemma. somit wird es immer jobs für die erklärer der welt geben, ob sie nun kirchlich, sektiererisch, wissenschaftlich organisiert sind oder andere quellen suchen, um den umgebenden raum und das warum zu erklären....
ich betrachte sowas mittlerweile für mich eher unter dem aspekt "muckibude für den geist". es kann ja nicht schaden, wenn ego den eingrenzenden expander ein wenig weiter du dehnen imstande ist.... dazu sind gute "trainingseinheiten" mit gleich- oder höherwertigen diskutanten höchst willkommen - in diesem sinne :wink:
nachsatz: also ich sehe mich im gesamtgefüge ganz unten auf der leiter der erkenntnis. daher ist mir jeder erstmal mindestens ebenbürtig. nur, damit nicht der falsche eindruck von ego-manie oder ganialistischem anflug entseht. ich bin ein stäubchen.... ;-)
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1."Kenntnisse kann jedermann haben, aber die Kunst zu denken ist das seltenste Geschenk der Natur." (Friedrich der Große (1712-1786))
2. "Jeder Mensch ist mindestens fünf Minuten am Tag ein verdammter Idiot. Diese Grenze nicht zu überschreiten - das ist Weisheit." (Elbert Hubbard (1856-1915))

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