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Alt 30.01.2010, 17:54   #1 (permalink)
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Standard Freier Wille vs Triebe/Determinismus

Angeregt durch den Film "Der Freie Wille" ([Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]), den ich vor ca einem halben Jahr gesehen hab, hab ich mich gefragt, inwiefern es solchen denn gibt.

Was bedeutet für euch ein freier Wille?
Woran erkennt man, dass man nach eben diesem handelt oder dass nicht doch eine gewisse Fremdeinwirkung vorliegt bei den Entscheidungen, die man trifft? Kann man überhaupt total frei entscheiden, bei all dem Input, den man aus verschiedensten Quellen kriegt?

Als Gegenstücke zum freien Willen hab ich die nachweislich vorhandenen Triebe gewählt und das Konzept des Determinismus, ein Konzept, das in unterschiedlichen Abstufungen existiert und im Wesentlichen darauf hinausläuft, dass wir bei unserer Entscheidungswahl unfrei sind und unsere Entscheidungen schon vorherbestimmt durch Einflüsse und Ereignisse aus unserer Vergangenheit. Ein solches Konzept hätte dann natürlich auch Konsequenzen bei der Beurteilung von moralischen Vergehen.

Inwiefern sind wir selbstbestimmt, wenn wir unseren Trieben nachgehen? Sind wir wirklich den Tieren überlegen? Wir charakterisieren unsere Überlegenheit ja eben durch unser Bewusstsein und unseren freien Willen, aber sind wir wirklich IMMER Herr über unsere Triebe? Sind Triebe und freier Wille vereinbar?

Also postet einfach alles, was euch zu diesem Thema einfällt, es kann auch ruhig etwas von den von mir formulierten Fragestellungen abschweifen.
__________________
...weil Deutschland nicht erkennt
dass das hier keine Jugend ist
solang hier keine Lichter brennen...
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Alt 30.01.2010, 19:09   #2 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Naida Beitrag anzeigen
Angeregt durch den Film "Der Freie Wille" ([Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]), den ich vor ca einem halben Jahr gesehen hab, hab ich mich gefragt, inwiefern es solchen denn gibt.

Was bedeutet für euch ein freier Wille?
Woran erkennt man, dass man nach eben diesem handelt oder dass nicht doch eine gewisse Fremdeinwirkung vorliegt bei den Entscheidungen, die man trifft? Kann man überhaupt total frei entscheiden, bei all dem Input, den man aus verschiedensten Quellen kriegt?

Als Gegenstücke zum freien Willen hab ich die nachweislich vorhandenen Triebe gewählt und das Konzept des Determinismus, ein Konzept, das in unterschiedlichen Abstufungen existiert und im Wesentlichen darauf hinausläuft, dass wir bei unserer Entscheidungswahl unfrei sind und unsere Entscheidungen schon vorherbestimmt durch Einflüsse und Ereignisse aus unserer Vergangenheit. Ein solches Konzept hätte dann natürlich auch Konsequenzen bei der Beurteilung von moralischen Vergehen.

Inwiefern sind wir selbstbestimmt, wenn wir unseren Trieben nachgehen? Sind wir wirklich den Tieren überlegen? Wir charakterisieren unsere Überlegenheit ja eben durch unser Bewusstsein und unseren freien Willen, aber sind wir wirklich IMMER Herr über unsere Triebe? Sind Triebe und freier Wille vereinbar?

Also postet einfach alles, was euch zu diesem Thema einfällt, es kann auch ruhig etwas von den von mir formulierten Fragestellungen abschweifen.
Wir sind natürlich von Trieben und Gefühlen bestimmt in unseren Denken und handeln , danach kommt das Rationale , dennoch ist das Gefühl und Trieb ja noch lange nicht Katalogisiert sei tausende jahre versuchen Menschen unser Phänomen auf ein Ratio zu bringen , vom Sachmachtroman bis zu Wissenschaftliche Expertisen , hat nichts genutzt , die Triebe und Gefühle laufen ihren unkontroliereten Gang und das ist gut so , kontrolliert könnte ich mich nie in einer Frau verlieben , da ist das ganze Potenzial vom Scheitel bis zur Sohle gefragt und der entsprechende Blitz . Dann " Zack Ole " lernt man sich Körperlich kennen , die sogenannte Nagelprobe ob das was ich gestern Nacht sah mit dem passt wenn wir morgens aufwachen und uns ins Gesicht schauen " Ungeschminkt , unaufgebretzelt usw. es war so bleibt so und es wird in Zukunft auch so sein . Eine Droge " Gefühl oder Triebe " kann einen Menschen von 0 auf 100 in einer Zehntel Sekunde Katapultieren und alles wird nebensächlich . Mit andren Wort die ewige Suche nach dem ewigen Kick .
__________________
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Sonne (31.01.2010)
Alt 30.01.2010, 20:23   #3 (permalink)
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Zitat:
Zitat von bonbox Beitrag anzeigen
Wir sind natürlich von Trieben und Gefühlen bestimmt in unseren Denken und handeln , danach kommt das Rationale , dennoch ist das Gefühl und Trieb ja noch lange nicht Katalogisiert sei tausende jahre versuchen Menschen unser Phänomen auf ein Ratio zu bringen , vom Sachmachtroman bis zu Wissenschaftliche Expertisen , hat nichts genutzt , die Triebe und Gefühle laufen ihren unkontroliereten Gang und das ist gut so , kontrolliert könnte ich mich nie in einer Frau verlieben , da ist das ganze Potenzial vom Scheitel bis zur Sohle gefragt und der entsprechende Blitz . Dann " Zack Ole " lernt man sich Körperlich kennen , die sogenannte Nagelprobe ob das was ich gestern Nacht sah mit dem passt wenn wir morgens aufwachen und uns ins Gesicht schauen " Ungeschminkt , unaufgebretzelt usw. es war so bleibt so und es wird in Zukunft auch so sein . Eine Droge " Gefühl oder Triebe " kann einen Menschen von 0 auf 100 in einer Zehntel Sekunde Katapultieren und alles wird nebensächlich . Mit andren Wort die ewige Suche nach dem ewigen Kick .
Nachtrag : wackeln wir weiter , Frau guckt auf Männer Arsch und konto , mann sieht Wackelarsch und bebende Titten wenn vorhanden , every thing , ficken fressen saufen Sportschau nun den für viele.
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Alt 30.01.2010, 20:29   #4 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Naida Beitrag anzeigen
Angeregt durch den Film "Der Freie Wille" ([Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]), den ich vor ca einem halben Jahr gesehen hab, hab ich mich gefragt, inwiefern es solchen denn gibt.

Was bedeutet für euch ein freier Wille?
In diesem Film geht es doch um einen Triebtäter.

Ich würde seine Kindheit durchleuchten, ob er selbst Opfer von Missbrauch wurde.
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Kant: Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
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Sonne (31.01.2010)
Alt 30.01.2010, 21:23   #5 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Naida Beitrag anzeigen
Inwiefern sind wir selbstbestimmt, wenn wir unseren Trieben nachgehen? Sind wir wirklich den Tieren überlegen? Wir charakterisieren unsere Überlegenheit ja eben durch unser Bewusstsein und unseren freien Willen, aber sind wir wirklich IMMER Herr über unsere Triebe? Sind Triebe und freier Wille vereinbar?

Also postet einfach alles, was euch zu diesem Thema einfällt, es kann auch ruhig etwas von den von mir formulierten Fragestellungen abschweifen.
Auf jeden Fall- Altruismus, Gutmütigkeit und Verzicht auf Rache ist ein Zeichen von freiem Willen und der conditio humana.

Das reale "Böse" hat für mich einen metaphysischen Aspekt (Satan).

Ein gutes Beispiel dafür (Der Freie Wille - Triebtäter) ist die Biographie von dem begnadeten Musiker Carlos Santana- Er wurde als Junge misbraucht (TV-Interview vor ca. 3 Jahren).
Er hat sein Leid und seine Scham nicht weitergegeben sondern in künstlerische Arbeit sublimiert.

Nelson Mandela war 27 Jahre eingesperrt und hat auf Rache verzichtet- Ich weiß nicht, ob ich das könnte.

Gegenbeispiele gibts leider auch genug, aber die Behauvioristische und deterministische Sichtweise lehne ich ab. Der freie Wille ist für mich real.
jörg junker ist offline Mit Zitat antworten
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Kojo no Tsuki (30.01.2010), Sonne (31.01.2010)
Alt 30.01.2010, 23:22   #6 (permalink)
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In diesem [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]wird das Thema etwas vertieft. Hier der Buchrückentext:

Zitat:
Keine wissenschaftliche Debatte ist in den letzten Jahren mit soviel Vehemenz in der Öffentlichkeit ausgetragen worden, wie der Streit um die Willensfreiheit. Der traditionelle Begriff von "Willensfreiheit", der auch dem deutschen Strafrecht und seinem Schuldbegriff zugrundeliegt, setzt voraus, daß Menschen jenseits aller psychologischen und neurobiologischen Determinanten entscheiden und handeln können. Eine solche Konzeption von Willensfreiheit ist weder begrifflich-philosophisch noch empirisch akzeptabel. In diesem Buch entwickeln Gerhard Roth und Michael Pauen gemeinsam ein neues Konzept der Willensfreiheit. Grundlage ist ein "aufgeklärter Naturalismus", der vorwissenschaftliche Phänomene, philosophische Begriffe und wissenschaftliche Methoden gleichermaßen ernst nimmt. Hieraus ergibt sich ein Verständnis von Freiheit, das die Fähigkeit zu selbstbestimmtem Handeln auf der Basis eigener Wünsche und Überzeugungen in den Mittelpunkt stellt. Roth und Pauen entgehen damit den Schwierigkeiten vieler traditioneller Konzeptionen, erfassen das Alltagsverständnis von Willensfreiheit und werden zugleich auch den Erkenntnissen der Neurobiologie gerecht. Ihr Konzept, so argumentieren die Autoren, macht zudem ein wesentlich differenzierteres Verständnis von Schuld und Verantwortung möglich, aus dem sich weitreichende Konsequenzen für das Strafrecht und den Strafvollzug ergeben. "Freie Handlungen dürfen weder unter Zwang noch unter vollständiger Determination vollzogen werden. Wir bezeichnen diese Forderung als Autonomieprinzip, aber Handlungen, die wir frei nennen, dürfen auch nicht zufällig sein."
Soweit ich mich erinnere, läuft der Standpunkt der Autoren darauf hinaus, dass der Mensch zwar im grunde nicht frei ist, aber trotzdem Verantwortung trägt und "schuldig" sein kann. Ihre Argumentationskette kam mir dabei aber sehr sehr konstruiert vor: alles wird schön konkret und nachvollziehbar dargelegt, wenn es darum geht, dass der Mensch unfrei ist, aber bei der Frage, wie daraus Verantwortung erwachsen kann, werden die Gedankengänge schwammig, undurchsichtig und suggestiv. Zumindest war das mein Eindruck, als ich es gelesen habe.
Zerd ist offline Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2010, 07:51   #7 (permalink)
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Leider gehöre ich nicht zu den grammatikalisch und rhetorisch begabten und auch die Interpunktion ist mangelhaft. Ich verwechsle das und dass, und vermeide es deswegen gern, damit sich nicht so viele aufregen brauchen.


Ich bitte schon mal vorsorglich um Vergebung, weil ich nicht so viele tolle Fremdwörter kenne, mit denen man mein Geschreibsel in einen Satz verpacken kann.


Also, wenn ich den dreien folge, die eine die, die Länge nimmt, die, die abschneidet und die, die einsammelt, ist der freie Wille sehr beschnitten, also vorbestimmt.


Durch die Frage aus der Hirnforschung “Kann sich der Mensch seiner selbst bewusst werden“ ist der freie Wille in Frage zu stellen, eben weil man nicht weiß wer/was man wirklich ist.


Wissenschaftler sagen, man kann maximal 20% im Oberstübchen nutzen, wenn also 80% (90%?)fehlen, bestimmt Wahrnehmung die Realität, also maximal 20% freier Wille sollten möglich sein.


Wer einen Esel mit Gewalt zum laufen bringt, beugt bereits den freien Willen eines lebenden Wesens.


Es sollte jedenfalls möglich sein einen freien Willen zu haben, begrenzt, aber möglich.


Jesus sagte ja schon was die Hirnforscher bestätigt haben“Vergib ihnen denn sie wissen nicht was sie tun.“ Hat ihm sein freier Wille nicht viel genutzt, die tierischen Instinkte der Glaubensfürsten waren stärker.


Vielleicht liegt die Antwort in den 20%, weil wir durch eine DNS mit zwei Strängen, einfach zu wenig Speicherplatz haben?


Könnte also etwas dran sein an dem was Odin schon sagte, im Innen suchen. Also täglich wie Buddha unterm Baum sitzen und warten bis es klick macht.


Ich bin doch so sehr am freien Willen interessiert, denn wenn ich den wirklich zu 100% erreichen kann, brauche ich nicht mehr zum Zahnarzt. Und kein Gott der mir etwas befehlen kann, er muss bitte sagen.


Ist wohl was dran: Andere besiegen, bedeutet Macht. Sich selbst besiegen, den Weg zu kennen.
Seemannsgarn ist offline Mit Zitat antworten
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Adran (31.01.2010), Sonne (31.01.2010), wudi (31.01.2010), zenoncroco (31.01.2010)
Alt 31.01.2010, 10:19   #8 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Naida Beitrag anzeigen

Sind Triebe und freier Wille vereinbar?
Es ist meine persönlich freie Entscheidung (freier Wille) ob ich meinen tierischen Trieben oder meiner Vernunft gehorche.
Hier setze ich Vernunft mit einer kollektiven Sittenlehre (Religion, Philosophie, etc.) gleich.
Das ist vielleicht die einzige Freiheit die wir haben.
Zu wählen zwischen Mensch und Tier.
Denn was wäre der Mensch ohne eine Sittenlehre. Nur ein Tier das für nichts verantwortlich gemacht werden kann.
peter2203 ist offline Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2010, 10:28   #9 (permalink)
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Der "freie Wille" des einzelnen Menschen wird vor allem von einem eingeschraenkt,
von der Gesellschaft.
__________________
wer andere bezwingt ist kraftvoll,
wer sich selbst bezwingt ist unbezwingbar;
(lao-tse, chines. Philosoph)
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bonbox (31.01.2010), Sonne (31.01.2010)
Alt 31.01.2010, 10:48   #10 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Naida Beitrag anzeigen

Was bedeutet für euch ein freier Wille?
Woran erkennt man, dass man nach eben diesem handelt oder dass nicht doch eine gewisse Fremdeinwirkung vorliegt bei den Entscheidungen, die man trifft? Kann man überhaupt total frei entscheiden, bei all dem Input, den man aus verschiedensten Quellen kriegt?
Noch ein Nachtrag zu "Freier Wille" versus "Determinismus".
Stell Dir vor Du triffst eine Entscheidung die Du für "frei" hältst.
Nun stellen wir die Uhr für ein paar Sekunden zurück und lassen Dich wieder zu dem selben Thema eine Entscheidung treffen.
Also Du stehst vor der selben Ausgangssituation - ohne irgendwelche neuen Erfahrungen gemacht zu haben. In deinem Kopf befinden sich nur jene Informationen die auch bereits vorhanden waren als Du zum ersten mal diese Entscheidung treffen musstest. Auch das Wetter, Luftdruck etc. ist genauso wie beim ersten mal.
Würdest Du die gleiche Entscheidung wieder treffen? Wenn nicht - WARUM?
peter2203 ist offline Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2010, 10:55   #11 (permalink)
underdog
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Standard neurobiologie

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ein sehr spannendes interview zum thema aus der sicht der neurobiologen

gruß bakunicus
__________________
" ... die in deutschland herrschende soziale kälte reicht nicht aus um die klimaerwärmung aufzuheben." olaf schubert

" ... alles andere ist erst einmal primär." rolf miller
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Adran (31.01.2010), Sonne (31.01.2010)
Alt 31.01.2010, 10:58   #12 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Naida Beitrag anzeigen
Inwiefern sind wir selbstbestimmt, wenn wir unseren Trieben nachgehen? Sind wir wirklich den Tieren überlegen? Wir charakterisieren unsere Überlegenheit ja eben durch unser Bewusstsein und unseren freien Willen, aber sind wir wirklich IMMER Herr über unsere Triebe? Sind Triebe und freier Wille vereinbar?

Ich denke beides ist gleich stark, es kommt auf die Person an und auf die Bildung derselben, umso gebildeter umso eher tendiert sie zur freien entscheidung, umso mehr sie gezielt kritisch hinterfragt umso eher trifft sei eine freie Entscheidung, umso mehr sich die person jedoch sagt "interessiert mich nicht" und umso weniger sie sich gedanken um die Entscheidungen macht umso leichter wird sie zu beeinflussen umso leichter werden die triebe die Kontrolle übernehmen.
__________________
Einigkeit und Recht und Freiheit,
für das deutsche Vaterland
Acaloth ist offline Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2010, 11:18   #13 (permalink)
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Daumen hoch Ich traue meinen Augen nicht

Zitat:
Zitat von Seemannsgarn Beitrag anzeigen
Leider gehöre ich nicht zu den grammatikalisch und rhetorisch begabten und auch die Interpunktion ist mangelhaft. Ich verwechsle das und dass, und vermeide es deswegen gern, damit sich nicht so viele aufregen brauchen.


Ich bitte schon mal vorsorglich um Vergebung, weil ich nicht so viele tolle Fremdwörter kenne, mit denen man mein Geschreibsel in einen Satz verpacken kann.


Also, wenn ich den dreien folge, die eine die, die Länge nimmt, die, die abschneidet und die, die einsammelt, ist der freie Wille sehr beschnitten, also vorbestimmt.


Durch die Frage aus der Hirnforschung “Kann sich der Mensch seiner selbst bewusst werden“ ist der freie Wille in Frage zu stellen, eben weil man nicht weiß wer/was man wirklich ist.


Wissenschaftler sagen, man kann maximal 20% im Oberstübchen nutzen, wenn also 80% (90%?)fehlen, bestimmt Wahrnehmung die Realität, also maximal 20% freier Wille sollten möglich sein.


Wer einen Esel mit Gewalt zum laufen bringt, beugt bereits den freien Willen eines lebenden Wesens.


Es sollte jedenfalls möglich sein einen freien Willen zu haben, begrenzt, aber möglich.


Jesus sagte ja schon was die Hirnforscher bestätigt haben“Vergib ihnen denn sie wissen nicht was sie tun.“ Hat ihm sein freier Wille nicht viel genutzt, die tierischen Instinkte der Glaubensfürsten waren stärker.


Vielleicht liegt die Antwort in den 20%, weil wir durch eine DNS mit zwei Strängen, einfach zu wenig Speicherplatz haben?


Könnte also etwas dran sein an dem was Odin schon sagte, im Innen suchen. Also täglich wie Buddha unterm Baum sitzen und warten bis es klick macht.


Ich bin doch so sehr am freien Willen interessiert, denn wenn ich den wirklich zu 100% erreichen kann, brauche ich nicht mehr zum Zahnarzt. Und kein Gott der mir etwas befehlen kann, er muss bitte sagen.


Ist wohl was dran: Andere besiegen, bedeutet Macht. Sich selbst besiegen, den Weg zu kennen.
Erst einmal freut es mich ja ungemein das Du dich hier angemeldet hast, Seemansgarn.
Dein letzter Satz finde ich sehr treffend:
Andere besiegen, bedeutet Macht. Sich selbst besiegen, den Weg zu kennen
Jörg Junkers Aussage hat im Grunde den gleichen Inhalt nur mit anderen Worten?

Auf jeden Fall- Altruismus, Gutmütigkeit und Verzicht auf Rache ist ein Zeichen von freiem Willen und der conditio humana.

Das reale "Böse" hat für mich einen metaphysischen Aspekt (Satan).

Ein gutes Beispiel dafür (Der Freie Wille - Triebtäter) ist die Biographie von dem begnadeten Musiker Carlos Santana- Er wurde als Junge misbraucht (TV-Interview vor ca. 3 Jahren).
Er hat sein Leid und seine Scham nicht weitergegeben sondern in künstlerische Arbeit sublimiert.

Nelson Mandela war 27 Jahre eingesperrt und hat auf Rache verzichtet- Ich weiß nicht, ob ich das könnte.

Gegenbeispiele gibts leider auch genug, aber die Behauvioristische und deterministische Sichtweise lehne ich ab. Der freie Wille ist für mich real.


Ich habe für mich ein paar Absätze aus dem letzten Artikel kopiert, die ich auch beachtlich finde.

die natürliche Evolution selber auf eine nicht metaphorische Weise als Lernprozess begreifen“ – dann wiederholt er lediglich, was für Neuro- und Evolutionsbiologen schon längst Gemeingut ist.
All das sind emergente Eigenschaften des Dialogs zwischen sich gegenseitig bespiegelnden Gehirnen. Es sind soziale Realitäten, die unsere soziokulturellen Lebensformen prägen.
: Frei wären Entscheidungen somit dann, wenn sie auf der Plattform des Bewusstseins gefällt werden, und zwar durch Abwägen von Argumenten, wobei das Abwägen nach rationalen Diskursregeln zu erfolgen hat.
Um frei zu sein, sollte dieser bewusste Abwägungsprozess ferner möglichst ohne äußere und innere Zwänge ablaufen, uneingeschränkt von einer übermächtigen Triebsstruktur oder einem durch Drogen oder Hirnverletzungen getrübten Bewusstsein.
Sind diese Bedingungen erfüllt, wird der Entscheidung das Attribut frei genehmigt, und der Handelnde wird für seine Handlung voll verantwortlich gemacht.
Eine dieser Fähigkeiten ist die Möglichkeit zur Perspektivenübernahme: Wir können uns vorstellen, was im Kopf eines anderen vor sich geht. Wir sehen uns sogar selbst gespiegelt in der Wahrnehmung des anderen. Solche Prozesse erfordern die Fähigkeit, eine Theorie des Geistes aufzubauen.
Dann sind wir zu hohen Abstraktionsleistungen in der Lage, zur symbolischen Kodierung und zur Kommunikation dieser Kodes. All das waren Voraussetzungen für die kulturelle Evolution, deren Errungenschaften dann durch Erziehung und kulturelle Prägung wiederum zur Verfeinerung von Hirnfunktionen führte.
Dass wir komplexe logische Konstrukte höherer Ordnung aufbauen und zu Abwägungen heranziehen können, ist auch eine Kulturleistung. Wir haben jedoch kein Gefühl für die deterministischen neuronalen Prozesse, die all diesen Leistungen zugrundeliegen, und wir haben keinen Einblick in die unüberschaubar vielen Determinanten.
Dies führt dazu, dass wir anderen und uns selbst zuschreiben, autonome, selbstbestimmte, zu jeder Zeit frei handelnde Individuen zu sein.

Super Idee dieses Thema einzustellen, danke.:wink:
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Seemannsgarn (09.02.2010)
Alt 31.01.2010, 11:30   #14 (permalink)
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Idee Genau so isses

Zitat:
Zitat von peter2203 Beitrag anzeigen
Es ist meine persönlich freie Entscheidung (freier Wille) ob ich meinen tierischen Trieben oder meiner Vernunft gehorche.
Hier setze ich Vernunft mit einer kollektiven Sittenlehre (Religion, Philosophie, etc.) gleich.
Das ist vielleicht die einzige Freiheit die wir haben.
Zu wählen zwischen Mensch und Tier.
Denn was wäre der Mensch ohne eine Sittenlehre. Nur ein Tier das für nichts verantwortlich gemacht werden kann.
Die einzige Entscheidung die den Menschen vom Tier abhebt ist die Entscheidung, FRESSE ich als STARKER den SCHWACHEN oder STÜTZE ich als STARKER den SCHWACHEN damit er auch stärker wird.
Mein Vater sagte mir heute am Telefon auch etwas sehr schönes.

" Die Liebe ist das Gesetz selbst und behinhaltet alle Gesetze des Lebens"
ein einziges Gesetz, "Liebe deine Mitmenschen" selbst deine Feinde.
Was könnte es bedeuten, seine Feinde zu lieben?
Keine Rache zu üben, denn die Rache ist mein, spricht der Herr.
So steht es in der Bibel.
[ ich gehe jetzt nur vom Glaubensstandpunkt aus ]
Richtet nicht, auf das Ihr nicht gerichtet werdet.
Wer ohne Sünde sei, werfe den ersten Stein.
Also ist es nicht das Menschenrecht, Rache zu üben.
Liebe zu den Mitmenschen bedeutet, was ich nicht will, das du mir tust, das tue ich dir auch nicht an.
Aber auch ohne Gottesglauben kann man zwischen Rache und Strafe unterscheiden. Denn ohne Strafe/Konsequenz gibt es auch kein Rechtssysthem.
Nur das Strafmaß muss in der Relation zur Tat stehen.
Blutrache ist nur ein Auge um Auge und Zahn um Zahn und in Gottes Augen laut Bibel schändlich.
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Geändert von Sonne (31.01.2010 um 11:32 Uhr)
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varioplex (31.01.2010)
Alt 31.01.2010, 11:40   #15 (permalink)
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Zitat:
Zitat von alicere Beitrag anzeigen
Auf jeden Fall- Altruismus, Gutmütigkeit und Verzicht auf Rache ist ein Zeichen von freiem Willen und der conditio humana.
Falsch, jedenfalls meiner Auffassung nach, Rache ist kein Trieb.
Rache ist die bewusste Entscheidung einem anderen was heimzuzahlen, das hat mit Trieb nichts zu tun, es ist viel mehr freier Wille.
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