Der Ausdruck Kopten (aus griech. αἰγύπτιοι, „Ägypter“) bezeichnete ursprünglich diejenigen Einwohner Alexandriens und ganz Ägyptens, die als ihr Idiom die ägyptische Sprache verwendeten. Noch in römischer, byzantinischer und frühislamischer Zeit wurde das Wort ohne Rücksicht auf die Religionszugehörigkeit gebraucht. Die Koptische Sprache entstand aus dem Ägyptischen im 3. Jahrhundert nach Christus. Seit der zunehmenden Arabisierung und Islamisierung Ägyptens wird der Begriff allein für die Christen der koptischen Kirchen verwendet.
So pauschal kann man das wohl nicht behaupten.
Das habe ich auch nicht. Im übrigen gibst du mir ja mit deinem Beitrag recht !!!
Meine Anmerkungen waren lediglich ein Hinweis zur Diskussion.
WIKIPEDIA halte ich ich für (noch) nicht zitierbar, weil da zu viele "Laiendarsteller" mitbabbeln und mitschreiben dürfen.
Für mich gilt immer noch das GEDRUCKTE Wort, auch wenn wir im Internetzeitalter leben.
...
Für mich gilt immer noch das GEDRUCKTE Wort, auch wenn wir im Internetzeitalter leben....
Für mich auch, vor allem, nachdem ich selber durch aktive Mitarbeit Einblicke in die Autorenlandschaft der Wiki haben konnte. Es gibt gute Artikel, einige sind auch gekennzeichnet mit dem Lesenswert- oder Exzellent-Symbol, aber die meisten sind entweder nur von Kennern der Materie konsumierbar, oder lieber gar nicht. Gilt für den gesamten Nahen Osten, inkl. Balkan und deren Geschichte. Inkl. scheinbar so "neutrale" Artikel wie z.B. die Hagia Sophia, usw. Nicht nur der "Zungenschlag" ist oftmals "veraltet", tendenziös, usw., sondern ärgerlicher sind die falschen Fakten, die unterlassenen Fakten, die völlig falsche Gewichtung vieler Artikel á la "Sex, Drugs and Rock'n'Roll", also Skandale etc. breitgetreten, warum die Person wichtig für die Geschichte und eine Enzyklopädie ist, erscheint hingegen nur mit einem kleinem Satz, eine "Boulevardisierung" der Artikel, usw.
Deshalb auch meine Literatur-Lesetipps hier im Forum, alle dank googlebooks in großen Teilen einsehbar, und immer gut zu verwenden um sich kundig zu machen, entweder mal ausführlich oder auch mal nur knapp zum Beispiel bei Zeitmangel, oder um einen Überblick zu erhalten.
Zu den Kopten:
Früher dachte man, dass nach der arab. Eroberung Ägyptens die Übernahme des Islams durch die Christen Ägyptens ähnlich ablief, wie z.B. im Iran.
Weil eben gezeigt werden konnte, dass es prozentual immer mehr Muslime gegeben habe.
Inzwischen wird eher davon ausgegangen, dass nicht die Kopten immer mehr den Islam annahmen, und dadurch prozentual der Anteil der Muslime im Mittelalter stieg, sondern dass die Kopten, die z.T. privilegierte Posten in höchsten Regierungsämter in Ägypten bekleideten, ihre Anzahl bewusst konstant hielten, also bei allgemeiner Geburtenratensteigerungen, z.B. aufgrund besserer medizinischer Möglichkeiten, aufgrund höherer Ernten, mehr Wohlstandes, usw. davon nicht im gleichem Maße Nutzen zogen, wie die musl. Bevölkerung. Nicht, weil es ihnen "verwehrt" wurde, sondern weil sie eine bewusste Geburtenkontrolle bei ihrer Fortpflanzung wählten, denn die lukrativen Posten waren limitiert, und mehr Kinder hätte dieses Gleichgewicht ins Wanken gebracht und Begehrlichkeiten ihrer "übrig gebliebenen" geweckt. Also blieb wahrscheinlich die absolute Anzahl der Kopten jahrhundertelang eher konstant, als dass sie absolut sank (wie man aufgrund des prozentualen Absenkens dachte), wie man noch vor einigen Jahrzehnten annahm.
(nährere Angaben bei der Vorlesung der Orientalistik, in google "timms" eingeben und online-Stream jederzeit anschauen)
Koptische Kirche im Brockhaus:
"Koptische Kirche,
die christliche Nationalkirche Ägyptens; im 5. Jahrhundert nach Ablehnung der Beschlüsse des Konzils von Chalkedon (451) entstanden, bildete sie eine eigene, traditionell als »monophysitisch«, im eigenen Verständnis jedoch als »miaphysitisch« (eine vereinigte Natur Christi) beschriebene Lehrtradition aus. Die koptische Kirche führt ihre Tradition auf den Evangelisten Markus zurück und beansprucht, die wahrhaft orthodoxe Kirche Ägyptens zu sein; umfasst weltweit (geschätzt) 10-12 Mio. Kopten. Das Oberhaupt der koptischen Kirche führt den Titel »Papst von Alexandria und Patriarch des Stuhles des Heiligen Markus« mit Sitz in Kairo. Die liturgischen Sprachen sind Koptisch und Arabisch. Die äthiopische Kirche ist eine Tochterkirche der koptischen Kirche. - Ein kleiner Teil der koptischen Kirche hat sich im 18. Jahrhundert in einer Union mit der römisch-katholischen Kirche verbunden und bildet seither eine der katholischen Ostkirchen. Sitz des koptischen katholischen Patriarchen ist Kairo. "
__________________
Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“
Podcast-Tipp, wer wirklich schlauer werden will! To view links or images in signatures your post count must be 10 or greater. You currently have 0 posts. Siehe auch II. Teil.
Geändert von lynxxx (12.01.2010 um 01:29 Uhr)
Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu lynxxx für den nützlichen Beitrag:
Deshalb werde ich immer ein Gegner von Vorurteilen, Diskriminierung und Hetze sein.
Gegen Rassismus, gegen Antsemitismus, gegen Fremdenfeindlichkeit, gegen Diskriminierung von Andersgläubigen, Andersdenkenden, Andersaussehenden.
Natürlich!
Hoffentlich steckst du nicht alles in einen Topf, rührst herum und versiehst den Topf mit der Etikette "Rassismus".
__________________ "Gestaltung, Umgestaltung, des ewigen Geistes ewige Unterhaltung." Goethe
Natürlich!
Hoffentlich steckst du nicht alles in einen Topf, rührst herum und versiehst den Topf mit der Etikette "Rassismus".
Ich weiß nicht, ob es ein Oberbegriff dafür gibt.
Aber für mich ist das alles ein und dasselbe.
Auch wenn sich Hetzer inzwischen für so schlau halten, dass sie glauben, Differenzierungen bringen zu müssen, um nicht in Verdacht zu geraten Antisemiten oder Rassisten zu sein.
Alles die gleiche Chose.
Folgender Benutzer sagt Danke zu easydogi für den nützlichen Beitrag:
Ui - gut, dass ich das lese, nicht, dass wir uns da in die Wolle kriegen...
Weißt du, es gibt kaum ein Volk, dessen Menschen mich so begeistern wie das Volk der Juden, ich finde ihren Humor geradezu überirdisch. Und es hat wundervolle Menschen hervorgebracht, Jesus war ja auch einer. Und Einstein - und der Goldblum, wirklich, wenn ich an die Menschen denke, kann ich spüren, dass meine Augen leuchten.
Das gilt aber nicht gleichzeitig für Religion und Politik - da geht mir nicht selten der Hut hoch und das nicht zu knapp.
Im Fall differenziere ich da also auch, so mancher Anti-Antisemit ist mir verbal schon an die Gurgel gegangen und hat mich Antisemit geheißen. Aber dem ist nicht so. Ich fühle mich den Menschen dieses Volks sehr nah und das Leid, das so viele von ihnen unschuldig erdulden mussten, geht mir mächtig an die Nieren. Das bedeutet aber keinen Freifahrtschein für die nachfolgenden Generationen.
Das gleiche gilt (für mich) natürlich auch für alle anderen Völker, Religionen und Kulturen. Wie es (für mich) für den einzelnen Menschen gilt. Und wenn jemand zehnmal eins von Stärkeren aufs Maul gekriegt hat, berechtigt ihn das noch lange nicht, daheim den Nachbarn und die Kinder zu verprügeln. Leid erfahren zu haben berechtigt nicht dazu, Leid zuzufügen. Da bin ich sehr, sehr eigen.
ancanei
Folgender Benutzer sagt Danke zu ancanei für den nützlichen Beitrag:
Ui - gut, dass ich das lese, nicht, dass wir uns da in die Wolle kriegen...
Weißt du, es gibt kaum ein Volk, dessen Menschen mich so begeistern wie das Volk der Juden, ich finde ihren Humor geradezu überirdisch. Und es hat wundervolle Menschen hervorgebracht, Jesus war ja auch einer. Und Einstein - und der Goldblum, wirklich, wenn ich an die Menschen denke, kann ich spüren, dass meine Augen leuchten.
Das gilt aber nicht gleichzeitig für Religion und Politik - da geht mir nicht selten der Hut hoch und das nicht zu knapp.
Im Fall differenziere ich da also auch, so mancher Anti-Antisemit ist mir verbal schon an die Gurgel gegangen und hat mich Antisemit geheißen. Aber dem ist nicht so. Ich fühle mich den Menschen dieses Volks sehr nah und das Leid, das so viele von ihnen unschuldig erdulden mussten, geht mir mächtig an die Nieren. Das bedeutet aber keinen Freifahrtschein für die nachfolgenden Generationen.
Das gleiche gilt (für mich) natürlich auch für alle anderen Völker, Religionen und Kulturen. Wie es (für mich) für den einzelnen Menschen gilt. Und wenn jemand zehnmal eins von Stärkeren aufs Maul gekriegt hat, berechtigt ihn das noch lange nicht, daheim den Nachbarn und die Kinder zu verprügeln. Leid erfahren zu haben berechtigt nicht dazu, Leid zuzufügen. Da bin ich sehr, sehr eigen.
Der Anlass, dass ich zum ersten Mal von den koptischen Christen gehört habe, ist eine ziemlich traurige.
Vor wenigen Tagen wurden in Ägypten sechs koptische Christen am Vorabend ihrer Weihnachtsmesse erschossen. Das siebte Opfer war ein muslimischer Polizist.
Die Kopten beklagen, dass sie im Alltag Diskriminierungen und Benachteiligungen ausgesetzt sind. In den letzten Jahren kam es in Ägypten vermehrt zu Auseinandersetzungen mit Moslems. Meist aus Verärgerung über den Bau neuer Kirchen.
Wiki zu den Kopten: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
Ich würde gern mehr darüber erfahren.
Es sind Menschen - was immer anders ist als Mensch es kennt, beäugt er mit Skepsis und aus gebührendem Abstand. Je stärker er auf 'Durchschnitt' und 'Regel' geprägt ist, desto mehr regt ihn auf, was heraussticht und der Regel nicht entspricht.
In Relation zur eigenen Abneigung gegen 'Regelübertritte' (je schlimmer Mensch etwas findet) steigt die Aversion gegen den, der den Regelverstoß begeht. Der aus seiner Sicht aber keine Regel übertritt, ist ja nicht seine Regel).
Im gleichen Rahmen, in dem Menschen dann noch Existenzängsten ausgesetzt sind, wird das Ganze dann aggressiv, weil das Fremdbild dann zum Feindbild wird.
Im Grunde ein ganz normales menschliches Verhalten, das letztlich zu einem großen Teil auf Unkenntnis vom anderen beruht. Und durch den Hang, sich abzugrenzen von andersgläubigen - Menschen anderer Moral und Wertebewusstsein (statt neugierig zu sein und wissen und verstehen zu wollen). Aber eben normale Reaktion auf Einflüsse von außen aufgrund kultureller Verstümmelung des natürlichen Verhaltens.
Und deswegen verhalten sich Menschen in Ägypten nicht anders als hier und anderswo. Dort wirds von Kirchen ausgelöst und hier eben von Moscheen. Es sind immer nur einige wenige, die Gewalt anwenden - aber es gibt sie. Überall. Menschen 'funktionieren' so. Selbst, wennse kariert sind.
Wär schön, wenn sie wieder lernen würden, neugierig aufeinander zu sein. Nur das würde schon viele Probleme aus der Welt schaffen, weils zu einer Menge Konflikten garnicht mehr käme. Wer etwas kennt, ist nicht mehr auf Vor-Urteile angewiesen. Weil ein Vorurteil ein Urteil ist, das ich fälle, bevor ich etwas wirklich kenne.
Ich sollte ins Bett gehen, ich red geschwollenes Zeugs... - pfuoa, ich kann mir echt nicht mehr zuhören.
Bin dann mal weg. Möglicherweise bei Godon. Oder so.
Huch, da bist du ja noch, danke, bin echt erleichtert, hätte ja auch sein können, dass du´s in den falschen Hals kriegst. Aber das musst ich geklärt haben, war mir sauwichtig. Ich kenn mich ja schon ne Weile und wenn ich Religionen am Wickel hab, kann ich ziemlich uncharmant werden. Und beim Judentum ist das besonders heikel, weil Volk und Religion die gleiche Bezeichnung haben (im normalen Sprachgebrauch).
Dir DANN erklären zu müssen, dass für mich das Volk und die Religion zwei sehr unterschiedliche Dinge sind, wär voraussichtlich ein echter Griff ins Klo gewesen - verständlicherweise. Dann lieber hier und jetzt und so offen wie möglich.