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01.03.2010, 18:16
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#16 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Zitat:
Zitat von bakunicus
der markt, oder nennen wir es doch beim namen, der marktliberalismus/kapitalismus hat in den letzten 50 jahren gezeigt, das er nicht in der lage ist der großen mehrheit der weltbevölkerung ein auskömmliches einkommen zu verschaffen.
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Überall da, wo man es anders versucht hat, ist nur großes Elend und ein Entwicklungsrückstand herausgekommen.
Es gehört schon eine gehörige Portion Unbelehrbarkeit dazu, solche durch die Wirklichkeit wieder und wieder widerlegte Behauptungen immer wieder in die Welt zu setzen.
Das Problem ist die Bevölkerungsexplosion nicht das Prinzip des Marktes.
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"Gestaltung, Umgestaltung,
des ewigen Geistes ewige Unterhaltung." Goethe
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01.03.2010, 18:17
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#17 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
 Registriert seit: 13.03.2009
 Ort: Bayern
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Zitat:
Zitat von Olias
... das halte ich für umfassenden Blödsinn.
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.....wofür du denn auch keine weitere Begründung brauchst.
__________________
"Gestaltung, Umgestaltung,
des ewigen Geistes ewige Unterhaltung." Goethe
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01.03.2010, 18:20
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#18 (permalink)
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Zerfetzender Benutzer
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 Ort: Hessen
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Okay
Zitat:
Zitat von Olias
... das halte ich für umfassenden Blödsinn.
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Es ist doch wohl ein großes Problem mit sehr gefährlichen Folgen, z.B. Hungeraufstände, Rodung von Tropenwäldern, kein sauberes Wasser etc.
Fast 7 Milliarden Menschen sind z.Z. auf der Welt. Bitte unterstelle mir nicht, ich möchte dieses Problem mit Gewalt lößen wollen, aber irgendwie müßen wir uns (human) darum kümmern, dass es wenigstens nicht mehr weiter steigt.
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Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu jörg junker für den nützlichen Beitrag:
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01.03.2010, 18:29
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#19 (permalink)
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underdog
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Zitat:
Zitat von jörg junker
Neulich sagte Helmut Schmidt in einer Talkshow sinngemäß folgendes:
"Wenn die Lebenserwartung und die Lebensarbeitszeit steigt, muß man halt mit 47 nochmal einen neuen Beruf lernern."
Wenn in unserem Land die Bevölkerung abnimmt, auch bei den Emmigranten, dann haben wir in ein paar Jahren einen Fachkräftemangel.
Bei den Technikern und Ingenieuren ist das heute schon so, weil viele zu faul sind, Mathematik und Physik zu lernen.
Habe mal Buchdrucker als ersten Ausbildungsberuf gelernt- War einer der Letzten im Bleisatz. Wunderschöner Beruf, Gegautscht bin ich auch. -tempi pasati-
Freie Marktwirtschaft heißt auch, das sich der Arbeitnehmer die besten Firmen aussuchen kann- und dafür eben einen höheren Schulabschluß oder andere Qualifikationen (z.B. Ehrenamt) mitbringt.
Global gesehen ist doch die Überbevölkerung das größte Problem, dies ist der eigentliche Grund für das Elend in der sog. dritten Welt.
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damit hat uns helmut ja auch offensichtlich recht.
konterkariert wird das aber durch BWL-schnösel in der personalabteilung, welche ab lebensjahr 50 niemanden mehr einstellen.
und da sind wir wieder bei jeremy rifkin, der sagt, dass sogar qualifizierte kräfte immer weniger gebraucht werden.
die überbevökerung spielt sicher eine sehr große rolle, der man wie wir wissen mit einer rentenversicherung gut entgegen wirken kann.
der hauptgrund viele kinder zu zeugen ist nach wie vor die ungewissheit über die eigene versorgung im alter.
je mehr kinder ich zeuge, so größer ist die wahrscheinlichkeit dass ein oder zwei überleben und mich ins sterbebett pflegen können.
gruß baku
p.s. ich bin siebdrucker
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" ... die in deutschland herrschende soziale kälte reicht nicht aus um die klimaerwärmung aufzuheben." olaf schubert
" ... alles andere ist erst einmal primär." rolf miller
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01.03.2010, 18:35
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#20 (permalink)
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Zerfetzender Benutzer
 Registriert seit: 11.12.2009
 Ort: Hessen
 Beiträge: 1.834
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Zitat:
Zitat von bakunicus
damit hat uns helmut ja auch offensichtlich recht.
konterkariert wird das aber durch BWL-schnösel in der personalabteilung, welche ab lebensjahr 50 niemanden mehr einstellen.
und da sind wir wieder bei jeremy rifkin, der sagt, dass sogar qualifizierte kräfte immer weniger gebraucht werden.
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Das sehe ich anders wie Rifkin, solche Prognosen und Szenarien haben noch nie ins Schwarze getroffen.
In ein paar Jahren werden sich die Firmen nach den 50jährigen die Finger lecken und diese auch gut bezahlen.
Schade, dass ich quellenfaul bin, aber es gibt auch eine Studie, dass eben diese BWL-Schnösel überhaupt keine Ahnung und Kompetenz haben, trotz ihrer "European Super Harvard Bombast"- Abschlüße.
Das regelt (nach vielen Schmerzen und Geldverschwendung) der Markt.
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Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu jörg junker für den nützlichen Beitrag:
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01.03.2010, 18:48
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#21 (permalink)
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Grenznutzer
 Registriert seit: 07.12.2009
 Beiträge: 4.342
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nebenbei
Zitat:
Zitat von jörg junker
quellenfaul
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Das Wort muss ich mir merken. Das ist super.
Tatsächlich ist auch vor einiger Zeit so ein Hype um "23-jährige Doppelstudienabschliesser mit Auslandserfahrung" ausgebrochen. Da blieb evt. etwas die Qualität auf der Strecke.
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Sobald man mir eine Dummheit nachgewiesen hat, setze ich schnell eine andere an ihre Stelle.
Voltaire
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01.03.2010, 18:54
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#22 (permalink)
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underdog
 Registriert seit: 24.01.2010
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Zitat:
Zitat von Stillicho
Überall da, wo man es anders versucht hat, ist nur großes Elend und ein Entwicklungsrückstand herausgekommen.
Es gehört schon eine gehörige Portion Unbelehrbarkeit dazu, solche durch die Wirklichkeit wieder und wieder widerlegte Behauptungen immer wieder in die Welt zu setzen.
Das Problem ist die Bevölkerungsexplosion nicht das Prinzip des Marktes.
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da wo man es mit kapitalismus und freier marktwirtschaft versucht hat ist es auch nicht besser ..
gewöhn dich an den gedanken das BEIDE systeme versagt haben ...
bakunicus
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" ... alles andere ist erst einmal primär." rolf miller
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01.03.2010, 18:55
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#23 (permalink)
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underdog
 Registriert seit: 24.01.2010
 Ort: lüneburg
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Zitat:
Zitat von jörg junker
Das sehe ich anders wie Rifkin, solche Prognosen und Szenarien haben noch nie ins Schwarze getroffen.
In ein paar Jahren werden sich die Firmen nach den 50jährigen die Finger lecken und diese auch gut bezahlen.
Schade, dass ich quellenfaul bin, aber es gibt auch eine Studie, dass eben diese BWL-Schnösel überhaupt keine Ahnung und Kompetenz haben, trotz ihrer "European Super Harvard Bombast"- Abschlüße.
Das regelt (nach vielen Schmerzen und Geldverschwendung) der Markt.
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das sind schon lange keine "prognosen" für die zukunft, sondern das ist faktisch realität.
bakunicus
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01.03.2010, 19:17
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#24 (permalink)
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ego
 Registriert seit: 11.02.2010
 Beiträge: 2.171
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ist das nicht das eigentliche problem?
Zitat:
Zitat von bakunicus
da wo man es mit kapitalismus und freier marktwirtschaft versucht hat ist es auch nicht besser ..
gewöhn dich an den gedanken das BEIDE systeme versagt haben ...
bakunicus
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dass die versuch-und-irrtum-reihe bislang per saldo nur nieten hervorgebracht hat, und keiner eine solide lösung anbieten kann, die tatsächlich auch hält, was sie verspricht.
die entwicklung der verteilung der macht, ist, in den vergangenen 90 jahren, doch dramatisch zu gunsten der 1% an der spitze der gesellschftlichen nahrungskette verlaufen. auch wenn wir hier einige gute lösungen entwickeln würden, wer setzt sie durch?
__________________
1."Kenntnisse kann jedermann haben, aber die Kunst zu denken ist das seltenste Geschenk der Natur." (Friedrich der Große (1712-1786))
2. "Jeder Mensch ist mindestens fünf Minuten am Tag ein verdammter Idiot. Diese Grenze nicht zu überschreiten - das ist Weisheit." (Elbert Hubbard (1856-1915))
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01.03.2010, 19:25
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#25 (permalink)
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underdog
 Registriert seit: 24.01.2010
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Zitat:
Zitat von PrometheusXL
auch wenn wir hier einige gute lösungen entwickeln würden, wer setzt sie durch?
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das kann nur eine friedliche bürgerbewegung sein, welche sich demokratisch an die spitze katapultiert.
gegen moderne polizei, militär und informationstechnik ist kein kraut gewachsen.
die zeiten der franz. revolution sind schon lange vorbei, wo man mit heugabel, todesverachtung und guillotine etwas erreichen konnte ...
attac macht aber hoffnung, trotz und wegen der oft widersprechenden positionen ..
gruß baku
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01.03.2010, 19:39
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#26 (permalink)
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ego
 Registriert seit: 11.02.2010
 Beiträge: 2.171
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also wieder institutionell
Zitat:
Zitat von bakunicus
das kann nur eine friedliche bürgerbewegung sein, welche sich demokratisch an die spitze katapultiert.
gegen moderne polizei, militär und informationstechnik ist kein kraut gewachsen.
die zeiten der franz. revolution sind schon lange vorbei, wo man mit heugabel, todesverachtung und guillotine etwas erreichen konnte ...
attac macht aber hoffnung, trotz und wegen der oft widersprechenden positionen ..
gruß baku
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da habe ich ja bekanntlich meine zweifel.
es gibt ein fein tariertes, funktionierendes prinzip von sehr clever gewobenen anreiz-leistungs-systemen. nach der sturm und drang periode werden die meisten assimiliert. jobs, karriere, besitz. ich kenne zu hauf gescheiterte ehemalige idealisten, die heute genau das machen, was sie vor 20 jahren bekämpft haben.
und hier kommt dann wieder meine "verantwortung-des-einzelnen-nummer" ins spiel. es ist eine komplexe aufgabe, unsere und die folgenden generationen zu immunisieren. und nicht jeder hat das zeug dazu.
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1."Kenntnisse kann jedermann haben, aber die Kunst zu denken ist das seltenste Geschenk der Natur." (Friedrich der Große (1712-1786))
2. "Jeder Mensch ist mindestens fünf Minuten am Tag ein verdammter Idiot. Diese Grenze nicht zu überschreiten - das ist Weisheit." (Elbert Hubbard (1856-1915))
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01.03.2010, 19:53
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#27 (permalink)
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underdog
 Registriert seit: 24.01.2010
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Zitat:
Zitat von PrometheusXL
da habe ich ja bekanntlich meine zweifel.
es gibt ein fein tariertes, funktionierendes prinzip von sehr clever gewobenen anreiz-leistungs-systemen. nach der sturm und drang periode werden die meisten assimiliert. jobs, karriere, besitz. ich kenne zu hauf gescheiterte ehemalige idealisten, die heute genau das machen, was sie vor 20 jahren bekämpft haben.
und hier kommt dann wieder meine "verantwortung-des-einzelnen-nummer" ins spiel. es ist eine komplexe aufgabe, unsere und die folgenden generationen zu immunisieren. und nicht jeder hat das zeug dazu.
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wie gesagt ...
wenn die westlichen industrienationen das nicht auf die reihe bekommen ( und diese müßen das eigentlich tun, weil dort alle fäden zusammenlaufen ), dann wird sich die dritte welt an al quaida ein beispiel nehmen, und dann gnade euch gott.
ich nehme mich da aus, denn ich kämpfe gegen diesen wahnsinn wo es nur geht ...
bakunicus
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" ... alles andere ist erst einmal primär." rolf miller
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Folgender Benutzer sagt Danke zu bakunicus für den nützlichen Beitrag:
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01.03.2010, 21:32
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#28 (permalink)
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Müllers Esel
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Um Himmels Willen...
Arbeitslose werden dringend gebraucht.
Es gibt marktwirtschaftlich gesehen keine Veranlassung, Arbeitslosigkeit zu bekämpfen.
Arbeitslose sind der Notwendigkeit der Überproduktion geschuldet. Sie stehen als Reservist zur Verfügung, wenn sie gebraucht werden, sie ermöglichen Niedrigst- bis Garkeine-Löhne
wodurch der mittelständischen eierlegenden Wollmilchsau immer mehr Steuern abgerungen werden können. Diese wiederum ermöglichen es, die Mittelständer gegen die
Transferempfänger in Stellung zu bringen, um von der Willfährigkeit der gewählten Volkszertreter abzulenken.
Das ist alles gut so und dient dem Apparat.
Also, gib acht, Bückling, Arbeiter und Angestellter, die Arbeitslosen schultern die Arbeitslosigkeit für dich. Damit du nicht arbeitslos sein mußt.
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Was alle angeht, können nur alle lösen
Max Frisch
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Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu 3mal Nix für den nützlichen Beitrag:
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02.03.2010, 10:18
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#29 (permalink)
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Neuer Benutzer
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Zitat:
Zitat von Stillicho
... Der Wunschvorstellung des Ökonomen, daß es auf den Arbeitsmärkten zugehen möge wie auf anderen Märkten auch, daß folglich der Preis für Arbeit, bzw. für bestimmte Arbeiten auch einmal fallen können müsse, steht leider eine ungebrochene Verteilungskampfmentalität sowie ein tiefverwurzeltes Besitzstandsdenken entgegen. Die Allgemeinheit muß dafür, sobald das Inflationsventil ( =Reallohnsenkung ) verstopft ist, mit
kostenbedingter Arbeitslosigkeit und ihren Folgen büßen.
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Das kann man so ... keinesfalls stehen lassen.
Der Arbeitsmarkt ist deswegen schon kein freier Markt, weil der Arbeitnehmer in seiner Marktentscheidung (welchen Job nehme ich zu welchem Preis an...) nicht frei ist. Daran trägt die Wirtschaft selbst nicht unbedingt Schuld - vielmehr ist dies eine Folge des Lohnarbeitsmodelles als Grundstruktur des gesellschaftlich zugrundegelegten Lebensentwurfes. Dieses Konstrukt wird zunehmend obsolet - und die Gesellschaften benötigen einen neuen Ansatz. Vollbeschäftigung ist endgültig Vergangenheit...
Ganz einsehbar nämlich kann kein Mensch zu Löhnen arbeiten, die dauerhaft unter den Lebenshaltungskosten in seiner Gesellschaft liegen.
In früheren Zeiten war die Situation ausgewogener, weil der Motor der Wirtschaft - der Profit - sich überwiegend aus realwirtschaftlicher Produktion speiste. Mit dem Absatz der Produkte im Massenmarkt war der große Profit zu machen - und um eine entsprechende Produktion zu unterhalten, bedurfte es enormer Mengen an Arbeitskraft.
Auch war die Nachfrage stärker, da es eine Vielzahl von echten Innovationen gab, die in die Märkte drangen. Dies hat sich in den letzten Jahrzehnten - zumindest im Westen - grundlegend geändert.
Die Rationionalsierungsfolgen sind sehr viel weitreichender als es bei oberflächlichem Hinsehen deutlich wird. Rifkin beschreibt das durchaus treffend... Ein modernes Produktionssystem stellt einem bestimmten Investionsvolumen einen in immer weiteren Grenzen skalierbaren Ausstoß gegenüber - der mit immer weniger Bedarf an hochwertiger Arbeit korreliert ist. Lediglich im niederwertigen Bereich schreitet die Entwicklung noch langsamer voran - und zwar genau in dem Ausmaß, wie das Einsparpotential sich noch unterhalb der notwendigen Investionen für seine Rationalisierung bewegt. Auch hierbei ist alles im Fluss...
Die Folgen sind eindeutig und decken sich absolut mit den gegenwärtigen Symptomen. Kernbelegschaften (weniger hochqualifiziert - als vielmehr extrem an Unternehmenstrukturen angepasst...) erhalten die Betriebsbereitschaft der Produktionssysteme aufrecht - zu ordentlicher Bezahlung, da die Unternehmen hierauf angewiesen sind und diese optimierten Tätigkeiten auf dem Arbeitsmarkt nicht einfach "ergänzen" können.
Alles andere wird auf die Arbeitsmärkte "outgesourct", die wegen des rapide beschleunigten Wegbrechens an produktiver Kernarbeit von einem wachsenden Nachfrageüberhang nach nach Arbeitsplätzen jeglicher Art gekennzeichnet sind. Dies bietet die Voraussetzung, sowohl den Lohn des Invidiuums wie auch den an die Gesellschaft abzuführenden Beitrag zu minimieren - was fortwährend auch geschieht.
Diese Entwicklung ist keineswegs neu und wird auch weiter voranschreiten, weil sie sich aus den Grundlagen der kapitalistischen Marktwirtschaft so ergibt. Die in den 90er gewählte Gegenstrategie - die schwindende Produktionsarbeit durch Dienstleistungen ersetzen zu wollen, kann unabhängig von der Ansicht, ob sie überhaupt je das Potential zu einer nachhaltigen Lösung hatte, als gescheitert betrachtet werden. Die "De-Industrialisierung" in USA und GB und ihre gesellschaftlichen Folgen belegen dies deutlich. So gab es in den USA beim letzten Aufschwung ein Phänomen: erstmals fand ein Aufschwung statt, der in weiten Teilen der Gesellschaft überhaupt nicht mehr "ankam".
Es sind also keineswegs Verteilungsmentalitäten oder Besitzstandsdenken bei der Masse der Gesellschaften die Ursache der Probleme. Welch eine vollkommen realitätsferne Betrachtungsweise - es geht um einfachste Lebensbedingungen für die Massen in der Gesellschaft. Im unteren Spektrum wird ja kaum mehr als existenzsichernder Lohn verlangt. Das Krakehle angeblicher "Leistungsträger" über diese "Unverschämtheit" indes macht eindeutig kenntlich, von WO nach WO da umverteilt wird. Die Probleme wurzeln letztlich in der kapitalistischen Marktwirtschaft - die auf der anderen Seite ja durchaus grandiose Organisationsleistungen hervorgebracht hat - leider aber hat die Gesellschaft als der Betreiber der Wirtschaft insgesamt darin versagt, den Kapitalismus "versklavt" zu halten (was angesichts seiner Unvernunft und Inhumanität stets notwendig ist...) und wenn sich nichts ändert, wird es zwingend umgekehrt kommen.
Das bedingungslose Grundeinkommen ist eine angemessene und zukunftsgerichtete Lösung für eine moderne demokratische Gesellschaft, die ihre Versorgung mit einem immer weiter sinkenden Bruchteil der in ihr versammelten Arbeitskraft zu leisten imstande ist und sein wird. Alles andere muss angesichts der Bedinungen in Feudalismus und Elend enden. Es würde den Arbeitsmarkt unter neuen Bedinugungen "restarten" und das Existenzminimum der Disposition durch den Kapitalismus zu Recht ganz entziehen.
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Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu JoschK für den nützlichen Beitrag:
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02.03.2010, 10:24
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#30 (permalink)
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Neuer Benutzer
 Registriert seit: 11.01.2010
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Naja...
Zitat:
Zitat von koboldblau
Was ist damit gemeint ?In welcher Hinsicht ? Wer bezahlt die Entwicklungskosten ?
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Koboldblau,
das ist doch deutlich - es handelt sich um "leistungslose" Einkommensquellen - die in einer geldbasierten Wirtschaft zu Machtinstrumenten degenerieren... und das beinahe zwangsläufig.
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